Test Center – Macbook Air

Macbook Air auf Speed

Macbook Air auf Speed

Artikel erschienen in IT Magazine 2020/12

Design unverändert

Ansonsten gibt es zum neuen Macbook Air wenig anzumerken. Äusserlich gleicht es dem Vorgängermodell wie ein Ei dem anderen. Es ist an der linken Seite mit zwei Thunderbolt-3-Anschlüssen und rechts mit einem Klinken-Port für den Kopfhörer ausgestattet. Vom Intel-basierten Macbook Air sind das Truetone-Display, der Touchid-Fingerabdruckscanner und das grossflächige Trackpad bestens bekannt. Differenzen findet man unter der Haube: So unterstützt der M1 nur zwei Thunderbolt-Ports – ein Macbook Pro mit vier Ports wäre mit der ersten Generation des Apple Silicon für Mac nicht möglich, ebenso Support für Thunderbolt 4. Eine zweite Eigenschaft des M1, die gleichzeitig Einschränkung und Vorteil ist: Der Arbeitsspeicher ist fix in das SoC integriert. Der M1 bietet entweder 8 oder 16 Gigabyte PDDR4X-SDRAM, das als Unified Memory konfiguriert ist – mehr ist nicht vorgesehen. CPU und GPU greifen dabei auf den gleichen Speicher zu, es müssen keine Daten zwischen verschiedenen Speichern verschoben werden, was einen zusätzlichen Geschwindigkeitsvorteil mit sich bringt.

Fazit

Das Macbook Air mit M1-SoC überzeugt in nahezu allen Punkten. Mit dem neuen Chip als Motor stösst der Mac in neue Performance-Dimensionen vor, sofern die Software für die neue Architektur optimiert ist. Aber auch herkömmliche x64-basierte Apps laufen mit Unterstützung durch die in MacOS Big Sur enthaltene Übersetzungsschicht Rosetta 2 mit ansprechender Geschwindigkeit, die in manchen Fällen diejenige von aktuellen Intel-basierten Macs übertrifft. Kleine Wermutstropfen, die auch für die anderen M1-basierten Modelle gelten, sind die Einschränkungen beim RAM – maximal 16 GB sind möglich – und bei den Thunderbolt-Ports (nur zwei Anschlüsse und nur Thunderbolt 3, deshalb wird nur ein externer Monitor bis 6K unterstützt, ausser beim Mac Mini, der zusätzlich einen HDMI-Port aufweist). Bisher existiert zudem keine Virtualisierungslösung, mit der Windows auf den M1-Macs zum Laufen kommt.

Positiv
+ schneller als praktisch jedes andere Notebook
+ sehr starke integrierte GPU und Machine-­Learning-Engine
+ lange Batterielaufzeit

Negativ
- noch keine Windows-Virtualisierung möglich
- maximal 16 GB RAM
- noch kein Thunderbolt 4

Hersteller/Anbieter
Apple

Preis
ab Fr. 1039.–

Wertung
Funktionalität 6 von 6 Sternen
Bedienung 6 von 6 Sternen
Preis/Leistung 5 von 6 Sternen
Gesamt 5,5 von 6 Sternen (ubi)
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