Open Source Software in der Cloud

Open Source Software in der Cloud

Artikel erschienen in IT Magazine 2020/12

Kubernetes: Container-Platt­form für gehobene Ansprüche

Weg von monolithischen Architekturen hin zu kleinen und einfach pflegbaren Einheiten, sogenannten Micro Services, ist ein zentrales Anliegen der Cloud-Native-Bewegung innerhalb der IT. Erst richtig möglich gemacht hat dies der Einsatz von Container-Lösungen zur einfachen Bündelung von Software-Stacks. Auch hier war ein Open-Source-Tool, nämlich Docker, ein wichtiger Meilenstein bezüglich Akzeptanz und Verbreitung. Mit Kubernetes hat Google der Welt ein Management-Werkzeug für das Betreiben von Containern in grösseren Infrastrukturen geschenkt und der Technologie endgültig zum Durchbruch verholfen.

Heute bieten eine Vielzahl von Firmen Lösungen und Services im Bereich von Kubernetes an, und längst ist die Container-Welt nicht mehr aus der modernen IT-Landschaft wegzudenken.

Als einer der Pioniere in diesem Umfeld bietet Red Hat mit Openshift eine sehr beliebte und weitverbreitete Kubernetes-Lösung für den Enterprise-Einsatz an. Suse hat mit der Übernahme von Rancher aber einen veritablen Coup gelandet und gehört daher ebenfalls zu den Anbietern, die man genauer prüfen sollte, wenn man für die eigene Infrastruktur eine Kubernetes-Umgebung plant.

Interessant ist auch ein Mix von On-Premises betriebenen Kubernetes-Workloads, etwa für die Entwicklungsumgebung und die Nutzung von Cloud-basierten Angeboten wie zum Beispiel EKS oder AKS (Kubernetes Services von AWS respektive Azure) für die produktiven Workloads. Hier positioniert sich insbesondere auch Rancher als Werkzeug für das Management solcher Konfigurationen.

In Kombination mit Gitlab können Organisationen einen modernen, aus Open-Source-Komponenten bestehenden Stack implementieren, der den grossen Cloud-Angeboten in nichts nachsteht und alles bietet, was heutige Entwicklerteams sich wünschen: Self Service, Self Hosted, offene Schnittstellen, Agilität und Flexibilität.

Nextcloud, Dateiablage und kollaboratives Arbeiten

Ablegen, Teilen und gemeinsames Editieren von Dateien ist ein Bereich, in dem sich Cloud-Lösungen bereits stark etabliert haben. Doch gerade wenn es um kritische Inhalte geht, sind viele Organisationen nicht bereit, Einbussen bezüglich Datenschutz hinzunehmen und die Dateien bei einem Drittanbieter zu speichern. Abhilfe schafft in diesem Bereich zum Beispiel die Lösung des gleichnamigen deutschen Herstellers Nextcloud.

Das Kollaborationswerkzeug besteht in seiner einfachsten Ausprägung aus einer Dateiablage, mit der Inhalte gespeichert und einfach geteilt werden können. Rollenbasierte Zugriffsrechte, externes Teilen via Passwort, Ablaufdatum für geteilte Inhalte, Verschlüsselung und Synchronisation sind nur ein kleiner Teil der Funktionen, welche diese komplett quelloffene Lösung auszeichnen.

Aufbauend auf diesen Kernfunktionen bieten sowohl Nextcloud wie auch unabhängige Anbieter umfassende Erweiterungen an, wodurch die Dateiablage um Chat, Videotelefonie und viele weitere Funktionen ergänzt werden kann.

Nextcloud kann komplett selber oder auch in einem SaaS-Modell betrieben werden und es gibt umfassende Support-Leistungen von verschiedenen Anbietern. Eine grosse Anzahl an Firmen und Organisationen haben ihre Strategie der digitalen Souveränität bereits erfolgreich mittels Nextcloud umgesetzt.

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