iPhone 12 Mini im Test: Klein, aber oho

iPhone 12 Mini im Test: Klein, aber oho

15. November 2020 - Mit dem iPhone 12 Mini, das ab heute 13. November ausgeliefert wird, bietet Apple ein kompaktes Smartphone, mit dem man trotz geringerer Abmessungen (fast) keine Kompromisse eingehen muss, wie unser Test zeigt.

Defizite einzig beim Akku

Zwei Unterschiede zu den drei grösseren Modellen gibt es rund um den Akku. Zum einen kann dieser via Magsafe kabellos "nur" mit 12 Watt (anstatt 15 Watt) geladen werden, was wohl aber zu verschmerzen ist. Etwas mehr ins Gewicht fallen dürfte die Tatsache, dass der Akku des iPhone 12 Mini aufgrund der geringeren Abmessungen auch weniger leistet als diejenigen seiner grösseren Brüder. Apple verspricht bei der Videowiedergabe eine Laufzeit von bis zu 15 Stunden, während das iPhone 12 und 12 Pro bis zu 17 Stunden bieten. Wir haben den Praxistest gemacht und geprüft, wie viel Akkukapazität für ein gut zweistündiges, gestreamtes Full-HD-Video draufgeht. Dazu haben wir das iPhone 12 Mini mit dem iPhone 12 Pro sowie einem rund zwei Jahre alten iPhone XR, das für seine gute Akkulaufzeit bekannt ist, verglichen. Beim iPhone XR gingen für das Zwei-Stunden-Video 18 Prozent der Akkuladung drauf, beim iPhone 12 Pro 17 Prozent und beim iPhone 12 Mini 24 Prozent – also rund ein Viertel mehr. Bei normaler Benutzung reicht der Akku des iPhone 12 Mini allerdings problemlos einen Tag.

Bleibt der wichtigste Aspekt – der Formfaktor. Darüber, dass uns das kantige Gehäuse, dass Apple mit der 12er-Generation zurückgebracht hat, ausserordentlich gut gefällt, haben wir uns schon anlässlich des Tests des iPhone 12 Pro (den Sie hier nachlesen können) ausgelassen. Das neue, alte Design aus Zeiten des iPhone 4 und 5 sorgt auch beim iPhone 12 Mini dafür, dass es hervorragend in der Hand liegt. Man erreicht einhändig auch die entfernteste Ecke des Displays, ohne Gefahr zu laufen, dass einem das Smartphone unten wegrutscht. Und durch das deutlich geringere Gewicht von 133 Gramm (das 12 Pro wiegt z.B. gut 50 Gramm mehr) in Verbindung mit den geringeren Abmessungen (131,5 x 64,2 x 7,4 mm) stört das Telefon schlicht weniger in der Hosen- oder Jackentasche und passt ausserdem in jede Innen- beziehungsweise Brusttasche (was beim iPhone 12 Pro beispielsweise nicht der Fall ist).
Das iPhone 5S (links) aus dem Jahr 2013 im Vergleich mit dem iPhone 12 Mini (Quelle: SITM)
Das iPhone 5S (links) aus dem Jahr 2013 im Vergleich mit dem iPhone 12 Mini (Quelle: SITM)
Das iPhone 5S (links) aus dem Jahr 2013 im Vergleich mit dem iPhone 12 Mini (Quelle: SITM)


Kompromisslos kompakt

Mit dem iPhone 12 Mini dürfte Apple bei vielen Kunden den richtigen Nerv getroffen haben. Ein kompaktes Gerät, für das man keine Kompromisse eingehen muss – das gab es in der Form bislang nicht. Das iPhone 12 Mini wirke wie ein iPhone 5 auf Steroiden, hat der deutsche "Stern" in Bezug auf Formfaktor und Leistung geschrieben, und trifft den Nagel damit auch den Kopf. Wer so etwas sucht, wird mit dem iPhone 12 Mini glücklich. Kleiner Tipp zum Abschluss: Die Farbe Grün ist sehr, sehr hübsch.

Verkauft wird das iPhone Mini übrigens für 779 Franken mit 64 GB, 839 Franken mit 128 GB und 959 für 256 GB. Ein Netzteil ist wie bei allen anderen 12er-Geräten nicht im Lieferumfang dabei, sondern nur ein USB-C-auf-Lightning-Kabel. Wer also noch keinen USB-C-Power-Adapter sein Eigen nennt, muss nochmals 25 Franken drauflegen.

Ebenfalls ab heute im Verkauf ist übrigens auch das riesige iPhone 12 Pro Max mit seinem 6,7-Zoll-Display, dessen Preise bei 1229 Franken (128 GB) starten. (mw)
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Kommentare

Montag, 16. November 2020 f.p
d.w. kann ich nur zustimmen vorallem bei den knebel verträgen und machtspiele da sind andere grosskonzerne im vergleich ein sozialstaat.

Samstag, 14. November 2020 d.w.
Da hat Apple es wieder geschafft, die Presse für sich Gratiswerbung zu machen! Verstehe ich nicht. Die sollen auch zahlen für Werbung, die Geräte sind ja sowieso übermässig teuer und somit haben sie auch Geld für Werbung.

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