Papierlos ins Spital

Papierlos ins Spital

7. November 2020 - Heypatient will über die Digitalisierung der Kommunikation im Gesundheitswesen mehr Zeit für den Patienten und seine Behandlung ermöglichen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/11

Gestaffelte Sicherheit

Das Ökosystem-Denken zeigt sich auch beim Thema Sicherheit: So kann der Nutzer klar definieren, welche Informationen aus Heypatient heraus mit welchem Leistungserbringer geteilt werden. Bonusfeature: Die eigene Timeline kann mit Dritten geteilt werden – in der (erweiterten) Familie zum Beispiel. So können sich die Menschen gegenseitig bei einem Spitaleintritt unterstützen.

Ebenfalls zum Thema Sicherheit gehört die Kooperation mit der SwissID. «Je nach Anwendung stellen wir so sicher, dass vertrauliche Informationen nur eindeutig identifizierten Personen zur Verfügung stehen», erklärt Spühler. Für die private Nutzung reichen Name und Passwort. Sobald eine Verbindung mit einem Leistungserbringer erfolgen soll, braucht es zusätzlich eine Video-­Identifikation (Lot 1). Fürs EPD ist eine persönliche Vorsprache bei einer entsprechenden Zertifizierungsstelle notwendig (Lot 2). «Das kann kostenlos direkt im Spital erfolgen», erklärt Spühler.

Die App soll langfristig schweizweit in Hausarztpraxen, Spitälern und bei weiteren medizinischen Versorgern zum Einsatz kommen. Zu diesem Zweck setzt das Unternehmen auf den im Gesundheitswesen gebräuchlichen HL7 FHIR-Standard. So sollen sich Drittanbieter in Zukunft in die Plattform integrieren lassen. «Wenn sie zum Beispiel regelmässig Medikamente bestellen müssen, wollen wir das ebenfalls in Zukunft ermöglichen», erklärt Spühler.

Landessprachen reichen nicht

Das man im Gesundheitskontext weiterdenken muss, zeigt sich auch bei der Sprachunterstützung. Die App ist in 12 Sprachen erhältlich – darunter Albanisch, Russisch, Arabisch und Chinesisch. «Die Landessprachen reichen heute nicht für eine breite Adaption», so Spühler.

Das Projekt Heypatient ist für ihn aber auch eine Herzensangelegenheit. «Wir wollen damit einen Beitrag zur Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens leisten. Es geht nicht nur darum, Kosten zu sparen und moderne Technik zu verwenden. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Lösung auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten können».
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