CIO-Interview: «In der Zukunft wird bei uns das Thema Cloud in den Fokus rücken»

CIO-Interview: «In der Zukunft wird bei uns das Thema Cloud in den Fokus rücken»

Artikel erschienen in IT Magazine 2020/11
Wie hat sich Ihr, der Alltag Ihres Teams und der Betrieb der FFHS durch die Coronapandemie verändert?
Natürlich haben wir sofort auf den Präsenzunterricht verzichtet. Nach dem Lockdown haben wir die erste Online-Präsenzveranstaltung gleich dazu verwendet, unsere Dozierenden zu ­coachen, wie man live online unterrichtet. Die Dozenten informierten danach die Studierenden, wie der Unterricht künftig organisiert wird. Es war auf jeden Fall eine hektische Zeit, auch als es darum ging, herauszufinden, welche Plattform wir für die Online-Präsenzveranstaltungen verwenden wollen. Bedingt insbesondere durch die vorhandene solide IT-Infrastruktur konnten wir die Situation aber insgesamt gut meistern. So konnten auch alle Mitarbeiter ins Home Office wechseln, was reibungslos funktioniert hat.

Und wird von den getroffenen Massnahmen auch nach der Pandemie etwas übrigbleiben?
Ja, uns stellt sich natürlich die Frage, welche Tools, die wir nun neu in Betrieb genommen haben, wir auch danach weiter benutzen wollen. Und die Pandemie hatte auch teilweise einen beschleunigenden Effekt. So hatten wir zum Beispiel schon geplant, VoIP einzuführen. Als dann alle Mitarbeiter ins Home Office wechselten, haben wir das dann sogleich umgesetzt.

Gab es trotzdem gewisse Herausforderungen, bedingt durch den Zeitdruck und die Corona-bedingten Umstellungen?
Die grösste Schwierigkeit war für mich, dass ich meine Team-Mitglieder nur noch wenig bis gar nicht sah, und die Herausforderung bestand darin, den Austausch aufrecht zu erhalten. Ansonsten konnten wir die Situation erstaunlich gut meistern, zu Ausfällen oder grösseren Problemen kam es tatsächlich nicht.
Kommen wir zurück zu aktuellen Projekten, was beinhaltet denn ein Schulverwaltungssystem alles?
Statt wie früher, als man einfach Daten in einer Datenbank abgelegt hat, beinhaltet ein modernes Schulverwaltungssystem viele verschiedene Komponenten. Das Ganze kann man sich gut als Prozess vorstellen, der damit beginnt, dass sich ein Interessent bei uns informiert und im besten Fall anmeldet, wobei der Interessent seinen Lebenslauf sowie ein Foto im System speichert. Diese Daten landen dann automatisch in unserem CRM und werden direkt dort abgelegt. Dabei verfolgen wir die Strategie einer zentralen Datenhaltung, mit möglichst wenig Medienbrüchen. So sollte es etwa nicht sein, dass eine Studiengangassistentin eine E-Mail erhält und danach die Dateien irgendwo auf einem Fileserver ablegen muss. Durch unser System passieren all diese Schritte automatisch. So gibt es zunächst unsere Anmeldeplattform, auf der sich Interessenten anmelden können. Danach ändert der Status von Interessenten zu Student und die Person wird in den von ihr gewünschten Studiengang eingeschrieben und erhält ihre Zugangsdaten, sodass sie danach auch Zugriff auf unsere LMS-Plattform erhält, auf der alle unsere Kurse vorhanden sind. Alles, was den Unterricht betrifft, läuft danach über diese Plattform – das beinhaltet zum Beispiel die Zuteilung von Arbeiten und Aufgaben. Dabei setzen wir auf Moodle, eine Open-Source-Software.

Wann wurde entschieden, das Schulverwaltungssystem auszutauschen?
Seit ich für die FFHS tätig bin befasse ich mich eigentlich schon mit diesem Projekt. Richtig los ging es aber dann vor rund drei Jahren. Im Moment befinden wir uns im Endspurt und sind guter Hoffnung, Ende 2020 einen Grossteil des Projekts umgesetzt zu haben.

Wie lief die Umsetzung davon bisher in etwa ab?
Zu Beginn führten wir eine Analyse durch: Was haben wir, was wollen und was brauchen wir. Danach haben wir eine Ausschreibung gemacht, haben uns die verschiedenen Angebote angeschaut und liessen uns diese präsentieren. Daraus ist eine Shortlist, bestehend aus drei Angeboten, entstanden und letztlich haben wir uns für eine Lösung entschieden.

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Welche Farbe hatte Rotkäppchens Kappe?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER