UTM-Firewalls für das Small und Home Office

UTM-Firewalls für das Small und Home Office

5. September 2020 - Software-basierte Lösungen übernehmen zunehmend die Aufgaben von Hardware-Firewalls. Dennoch bieten Unified-Threat-Management-Appliances in gewissen Bereichen Vorteile. Wir stellen 13 Modelle für den Einsatz in kleinen Unternehmen und im Home Office vor.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/09

Physische UTM- vs. Software-Lösung

Software-basierte Lösungen beginnen langsam aber sicher, im Markt für Netzwerksicherheit Boden gutzumachen, gleichzeitig gehören physische Geräte noch lange nicht zum alten Eisen. Der Kunde muss daher abwägen, welche Technologie für ihn Sinn macht. «Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzer nachzukommen, werden Fire­walls mittlerweile in bis zu vier Formfaktoren angeboten: als Appliance, aus der Cloud, virtualisiert und containerisiert», so Zeitler.

Physische Geräte haben gegenüber Software-Lösungen in einigen Bereichen aber noch immer die Nase vorn. So sind sie laut Michael Haas von Watchguard einheitlich und einfach bereitzustellen. Die Rechenlast liege bei einer physischen UTM ausserdem auf der Appliance. Software-basierte Lösungen benötigten im Gegensatz dazu zusätzliche CPU-Leistung sowie Speicher und verursachten weitere Anschaffungs- und Bereitstellungskosten. «UTM-Firewalls arbeiten unabhängig von einem OS und sind einfach zu installieren. Sie bieten eine hohe Zuverlässigkeit, Performance und Sicherheit – alles in einer Box», meint Sandro Fasser von Cisco Meraki. «Physische UTM-Firewalls bieten den Vorteil, auch solche Geräte sicher ans Unternehmensnetzwerk anbinden zu können, auf denen keine aktuelle Next-Gen-Endpoint-Security-Lösung installiert werden kann, wie IoT-Geräte, Drucker oder VoIP-Telefone», führt Michael Veit, Technology Evangelist bei Sophos, weiter aus.

Wie Stefan Ziffermayer, Commercial Product Manager Security bei Studerus erklärt, bieten physische UTM-Firewalls allen Clients im Home Office einen Basisschutz, allerdings sei eine Anti-Malware-UTM immer komplementär zu Endpoint-Software-Lösungen. «Vor allem ist der UTM-Service-Content-Filter ein mächtiges Security-Instrument zum Blockieren des Zugriffs auf kategorisierte Malware- oder Phishing-Websites, auch für Clients, die keine Software-Lösung installiert haben», so Ziffermayer.

Physische Appliances haben noch nicht ausgedient

Aus den Voten der Experten geht hervor, dass physische UTM-Firewalls nach wie vor eine Daseinsberechtigung haben, obwohl Software-Lösungen auf dem Vormarsch sind. Wie Eric Kaiser, Product Executive bei Securepoint, findet, sei es letztlich eine Glaubensfrage, ob man sich für eine physische oder Software-basierte Lösung entscheide: «Beides funktioniert und kann die richtige Lösung sein. Dennoch werden meist physische UTM-Firewalls eingesetzt. Der Vorteil ist eine getrennte Verfügbarkeit. Das bedeutet, dass auch bei einer Störung der virtuellen Umgebung remote auf diese zugegriffen werden kann.»

Die tabellarische Marktübersicht können Abonnenten in der Ausgabe 9/2020 nachlesen. Noch kein Abo? Hier klicken und Versäumtes nachholen. (luc)
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