Location Based Mobile Advertising

Location Based Mobile Advertising

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/11

Mit einem Klick Inhalte aufs Handy holen

Eine etwas andere Art von Location Based Mobile Advertising bietet seit diesen Oktober Beem, ein Venture-Start-up-Unternehmen von Swisscom. Nutzer, die Beem aktiviert haben, holen Inhalte aus der realen Welt mit einem Klick direkt aufs Smartphone, so zum Beispiel weiterführende Informationen, Videos, Angebote oder Wettbewerbe. Die interaktive Plattform kann von Museen, an Messen, bei Sport- und Musikveranstaltungen oder von Werbeauftraggebern bei Plakat-, TV- oder Kino-Kampagnen eingesetzt werden sowie auch als mobile Technologie (beispielsweise für eine Schnitzeljagd) oder um ein Schaufenster mit einem interaktiven Element zu erweitern.

Damit Objekte oder Audiosignale erkannt werden können, werden zwei etablierte Technologien eingesetzt. Objekte werden mit einem herkömmlichen Bluetooth-Beacon versehen, zum Beispiel ein Bild in einer Kunstausstellung oder ein Plakat. Der Bluetooth-Beacon sendet dabei ein Signal (Token) aus, das von der Beem-fähigen und vom Nutzer geöffneten App erkannt wird. Audiosignale, die beispielsweise bei TV-Spots zum Einsatz kommen, werden per Audio Content Recognition (ACR) erkannt. Dazu wird ein akustisches Ton-Muster (sogenannter Fingerprint) vom Audiosignal des TV-Spots erstellt und in Beem hinterlegt. Der Abgleich der Ton-Spur mit dem gesuchten Ton-Muster erfolgt dabei nur lokal, auf dem Handy des Nutzers.

Identifiziert Beem nun dieses Ton-Muster oder empfängt ein Bluetooth-Signal, wird in der App ein dezenter Hinweis angezeigt. Klickt der Nutzer darauf, gelangt er zu den entsprechenden Informationen und Angeboten. Beem ist mit den Apps von 20 Minuten und Bluewin nutzbar, Blick.ch folgt im ersten Halbjahr 2020. Zusätzlich steht den Nutzern auch die Beem-eigene App zur Verfügung.

Unterschied Beem zu Location Based Mobile Advertising

Im Gegensatz zu Location Based Mobile Advertising werden bei Beem keine Targetings, welche beispielsweise mittels Polygon-Flächen auf Basis der GPS-Daten von App-Nutzern definiert werden, verwendet. Eine Interaktion findet zwischen dem Nutzer und einem Gegenstand wie beispielsweise einem Schaufenster oder TV-Spot immer bewusst statt. Alle weiterführenden Informationen zum Gegenstand werden direkt auf dem Handy in einer spezifischen Beem-Umgebung und nicht mit einer Mobile-Ad-Kampagne ausgespielt. Daher stehen dem Auftraggeber auch umfangreichere Möglichkeiten zur Ausspielung der weiterführenden Botschaften zur Verfügung, beispielsweise die Ausspielung von einem Coupon oder die Teilnahme an ein Instant Win Game (bei welchem sofort feststeht, ob ein Teilnehmer einen Preis gewonnen hat). Nach der Anzeige des Angebots in Beem kann der User auch auf eine externe Website des Auftraggebers weitergeleitet werden, beispielsweise zum entsprechenden Produkt im eigenen Webshop.

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