Enterprise Mobility im Wandel

Enterprise Mobility im Wandel

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/01

Von EMM zu UEM

Während es vor wenigen Jahren noch undenkbar war, sowohl Desktop als auch mobile Geräte über ein einziges System zu verwalten, ist dies heute problemlos möglich. "Sowohl Microsoft wie auch Apple haben ihre Betriebssysteme in den letzten Jahren für Management-Systeme geöffnet", so Heutschi. "Dadurch wurde es möglich, auch Windows-10-Geräte in die Management-Systeme anzubinden und die Möglichkeiten wachsen mit jedem OS-Release." Unified Endpoint Management (UEM), so der Oberbegriff für diesen Ansatz, bei dem die Verwaltung von Desktop-Geräten, Smartphones und Tablets aus einer einzigen Konsole ­möglich ist.

Microsoft bietet dabei mit Intune eine eigene Verwaltungslösung an. Dieser fehle es aber an Sicherheitskomponenten, erklärt Heutschi: "Plakativ gesagt handelt es sich bei Intune primär um ein Geräteverwaltungssystem. Für uns und unsere Kunden ist Informationssicherheit aber sehr wichtig, woran es bei Intune mangelt. Wir möchten sowohl die Verwaltung der Geräte als auch die Sicherheitsfunktionen aus einer Plattform anbieten können, weshalb wir nicht auf Intune setzen." Nutzt der Kunde allerdings die mobilen Office Apps von Microsoft, wird Intune zum Zwang, erklärt Heutschi weiter: "Deshalb gibt es Use Cases, wo wir beispielsweise über Mobileiron Intune ansteuern."

Kernthema Sicherheit

Das Thema Sicherheit ist bei Enterprise-Mobility-Lösungen vielfach ein Kernthema. Einerseits würden viele Unternehmen die Gefahren unterschätzen: "Die Bedrohungslage hat sich in den letzten Jahren massiv zugespitzt", so Heutschi. Andererseits wollen die Endnutzer möglichst wenig mit dem Thema Security in Berührung kommen. "Für uns stellt sich also die Frage: Wie mache ich ein System so sicher wie möglich, ohne dabei zu viele Hürden für den Nutzer einzubauen", erklärt Heutschi. Die Geräte sollten also möglichst einfach und spontan genutzt werden können, ohne mühsame und zeitraubende Login-Methoden, ohne dabei die Sicherheit der Geräte aufs Spiel zu setzen. "Je einfacher das System, desto eher benutze ich es spontan, etwa unterwegs im Zug", ist Heutschi überzeugt. Dabei gibt es verschiedene Ansätze: Remote Desktop, lokales Arbeiten, Cloud-Apps, um nur einige aufzuzählen. "Wir versuchen möglichst Lösungen zu finden, die auch offline-tauglich sind", verrät Heutschi. Gerade für Mitarbeiter im Aussendienst, insbesondere in der Industrie, ist eine konstante Internet- und damit auch Netzwerkanbindung nicht ­gegeben.

Ein zweites wichtiges Kernthema ist, so ist Heutschi überzeugt, auch die Tatsache, dass viele Mitarbeiter heute Doppelrollen einnehmen, also beispielsweise für verschiedene Unternehmen, oder nebenbei in der Politik tätig sind. Statt sich mit mehreren Smartphones oder Laptops herumzuschlagen, wollen diese ihre Geräte für alle Tätigkeiten verwenden. "Das ist heute alles möglich", so Heutschi. "Und zwar ohne Abstriche in Punkto Sicherheit und Usability machen zu müssen." (swe)
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