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Livingdocs mischt die Medien auf

Livingdocs mischt die Medien auf

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/01
Auch der Fokus ist ein anderer, denn während Lösungen wie Wordpress darauf ausgerichtet sind, Webseiten zu erstellen, geht Livingdocs weiter und stellt die Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. "Livingdocs ist eine Lösung, die auf Medienhäuser zugeschnitten ist, die ihre Magazine und Zeitungen online publizieren wollen. Dabei brechen wir die herkömmliche Arbeitsweise der Branche auf. Die meisten Zeitungen haben bisher einfach ihre althergebrachten Workflows aus dem Print-Bereich beibehalten und aus den Seiten, die sie für die Print-Ausgabe produziert haben, eine Webseite für die Online-Ausgabe erstellt. Das ist jedoch viel zu umständlich", findet Hase. Wolle man wie bei der NZZ mit rund 800 Journalisten online publizieren, dann brauche es neue Workflows. Man müsse Collaboration Tools haben und die Möglichkeit, die Texte zu kommentieren, ausserdem müsse das System Browser-basiert sein und man müsse die verschiedenen Elemente der Webseite darin neu arrangieren können, führt Hase aus. Man arbeitet also direkt an den Inhalten, wie sie dann online erscheinen, wobei die Idee dahinter ist, dass die Journalisten nicht mehr in eng abgegrenzten Artikeln denken.

Ein Online Service für eine breitere Kundenbasis

Die Erfahrung mit der "NZZ" war für das Start-up sozusagen der Startschuss für die weitere Entwicklung der Software. Hase und seine Kollegen konnten daraufhin weitere Kunden von ihrer Lösung überzeugen: "Während wir uns beim Projekt mit der 'NZZ' auf die Bereitstellung der Tools für die Produktion beschränkt haben – die Webseite nach aus­sen wurde von der 'NZZ' selbst erstellt – haben wir bei einem weiteren Projekt für 'Bluewin.ch' alles beigesteuert, vom Editor bis hin zum Internet-Auftritt." In der Folge kam die Idee auf, Livingdocs auch als Online Service anzubieten. Diese Lösung ist nun seit Ende November 2018 über die Webseite des Start-ups als kostenlose Beta-Version abrufbar. Laut Gabriel Hase richtet sich der Online Service an ein breiteres Zielpublikum: "Im Fokus steht bei unserer Cloud-Lösung der Editor. Dieser ist modular aufgebaut und erlaubt die einfache Erstellung von Inhalten aus einzelnen Bausteinen, in etwa so, als würde man mit Lego spielen. Man hat beispielsweise ein Element für den Text, ein weiteres für Bilder oder aber noch eines für Videos. Diese kann man im Browser beliebig arrangieren." Mit dem Online Service könnten beispielsweise kleinere Verlage oder Kommunikationsabteilungen von Unternehmen viel schneller und flexibler Inhalte für ihre Webseiten produzieren, als mit einem herkömmlichen CMS, ist der Geschäftsführer von Livingdocs überzeugt.

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