Pixel fürs Büro

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Artikel erschienen in IT Magazine 2018/06
Chris Erkel von Lenovo erklärt derweil, dass 4K-Displays aktuell vor allem von professionellen Anwendern aus den Bereichen Design, Entwicklung, CAD und Architektur, welche auf detaillierte Darstellungen von Farben und Formen angewiesen sind, sowie von höchst anspruchsvollen privaten Endusern nachgefragt werden. Auch Michel Wals, European Channel & Development Manager; MMD Monitors & Displays Nederland & AOC International, nennt CAD/CAM als Anwendungsszenario für 4K, aber auch die Bildbearbeitung und den Überwachungsbereich. "Wenn viele verschiedene Kamerabilder auf einem Screen dargestellt werden, ist es für den Betrachter natürlich elementar wichtig, dass diese Darstellungen auch über eine hinreichende Schärfe verfügen." Und Luigia Marciello, Produkt Manager Commercial Business bei Acer Computer (Switzerland), ergänzt: "Nebst einer klaren, genauen und scharfen Bildwiedergabe ist der offensichtlichste 4K-Vorteil ganz einfach, dass im alltäglichen Gebrauch mehrere Fenster gleichzeitig offen, sichtbar und zugänglich sind. Somit muss die Ansicht nicht ständig gewechselt werden, was zu einer besseren Übersicht führt."

USB-C, HDR und Design

4K-Auflösung ist jedoch nur eine Entwicklung, die das Display-Geschäft aktuell treibt. Als weitere Trends nennt Marciello beispielsweise USB-C-Anschlüsse, die sowohl zur Daten-, Bildsignalübertragung als auch zur Spannungsversorgung genutzt werden können und sich mehr und mehr durchsetzen. Michel Wals von MMD/AOC ergänzt zu den USB-C-Ports auch RJ45-Schnittstellen als wachsendes Segment. "Darüber hinaus erfreut sich der Einsatz von Monitoren mit Touch-Funktionalität einer interessanten Nachfrage." Hier werde man ab Q3 auch Philips-Modelle anbieten, kündigt Wals in dem Zusammenhang an. Und als weiteres grosses Thema nennt er Farbverbindlichkeit – auch im Consumer-Umfeld. "Denken Sie nur an das längst alltägliche Online-­Shopping. Jeder potenzielle Käufer möchte doch genau wissen, wie die Ware letztendlich aussieht."

Denis Luise, Head of Sales Switzerland bei Benq, ergänzt als Markttreiber im Monitor-Geschäft HDR (High Dynamic Range), das für einen grösseren Dynamikumfang (Helligkeitsbereich) steht. Patrick Weinmann fügt zudem randlose Designs an, die zunehmend gefragt sind, und bei Samsung sieht man eine wachsende Nachfrage nach Curved-­Geräten und Large Format Displays mit 34 bis 49 Zoll. Letzteres bestätigt auch Thomas Müller von Viewsonic. "Wir sehen eine sehr hohe Nachfrage an unserem 43 Zoll-Modell, das beispielsweise Multi-­Monitor-Setups ersetzt. Dazu fragen die Kunden zunehmend bessere Panels mit höherer Farbraumabdeckung an. Hier stehen Technologien wie IPS und VA im Mittelpunkt." Und Chris Erkel von Lenovo ergänzt schliesslich, dass nebst dem Wunsch nach möglichst flachen und randlosen Display auch die technische Anbindung zunehmen wichtiger wird – sprich beispielsweise Support von Tiny-PC, die integrierte IR-Cam (Windows Hello), der USB-C Port, Daisy-Chain-Support und Low Blue Light.

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