Start-up Virtual Reality Learning

Realitätsnahe ­Ausbildung dank VR

Realitätsnahe ­Ausbildung dank VR

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/03

Grenzen überwinden

"Mit der Software Geld verdienen möchten wir 2019", so Lionel Kuster, von dem die Idee der Fahrlehr-Software stammt. Dabei ist Virtual Reality Learning nicht das erste Unternehmen des ausgebildeten Psychologen. "Ich habe 2001 eine Multimedia-Agentur gegründet und Kurse gegeben in diesem Bereich. 2015 ging es hier aber nicht mehr weiter und Virtual Reality kam auf. Deshalb habe ich mich für einen sauberen Schnitt entschieden und mich ganz dem Bereich VR gewidmet", berichtet der Geschäftsführer. "Meine erste Firma habe ich aus Begeisterung für Flash gegründet, VR Learning habe ich aus Begeisterung für Virtual Reality gegründet", erklärt Lionel Kuster den Beweggrund für seinen Einstieg in die VR-Welt. Dabei wollte er aber nicht – wie die meisten anderen – Virtual Reality im Game-Bereich machen. "Mich interessiert schon seit jeher viel mehr das Lernumfeld, ich habe ja bereits in der Vergangenheit Kurse gegeben und E-Learning-Projekte durchgeführt." VR setzt gemäss Kuster dort an, wo das klassische E-Learning seine Grenzen hat. "Mit E-Learning ist es nur schwer möglich, das tatsächliche Verhalten der verschiedenen Akteure, der Gefahrenquellen und der Unabwägbarkeiten zu antizipieren." Hier kommt dann Virtual Reality ins Spiel.

Nach der Gründung von Virtual Reality Learning machte sich Kuster auf die Suche nach Unterstützung, die er in der Form von Paul Schindler-Saefkow gefunden hat, den er vorher nicht kannte. "Auf Paul Schindler-Saefkow bin ich in den einschlägigen Foren gestossen, als ich einen VR-Spezialisten suchte." Zudem wird auch auf Freelancer zurückgegriffen, etwa für grafische Arbeiten und Entwicklerarbeiten.

Flughafen, Forschung und Feuerwehr

Venturekick war es, das den Anfang des Start-ups finanziert hat. Dabei beziffert Kuster die Kosten für die Entwicklung der Software im unteren siebenstelligen Bereich.

Nebst der Anfangsfinanzierung durch Venturekick helfen zahlreiche Aufträge bei der Querfinanzierung des Hauptprojekts – sprich der Fahrlehr-Software für den Virtual-Reality-Einsatz. So durften Kuster & Co. etwa für die Fachstelle ASN ein Programm entwickeln, mit welchem Leute fahren können und dies in einem alkoholisierten Modus – sprich die Reaktionen des Fahrers werden verzögert. Ein weiterer Kunde ist ein Flughafen, der seine Mitarbeiter bei der Gepäckabfertigung mittels Virtual Reality schulen will. "VR Learning ist gerade für Bereiche, in welchen Menschen motorische Abläufe einüben und mit komplexen Situationen klarkommen müssen, prädestiniert", ist Kuster überzeugt. So können mittels VR etwa Stresssituationen simuliert werden und gerade in der Kofferabfertigung können damit Fehler vermieden werden, die den Flughafen viel Geld kosten. Denn durch VR kann man den Mitarbeitern nun die automatisierten Abläufe einprägen und so hoffentlich in Zukunft viele am falschen Ort gestrandete Koffer vermeiden.

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