Digitale Bilder verschmelzen mit der Realität

Digitale Bilder verschmelzen mit der Realität

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/12

Hololens treibt Innovation an

Die beiden Begriffe Augmented und Mixed Reality bezeichnen dagegen Anwendungen, in der digitale Inhalte über die reale Umgebung gelegt werden, ohne sie komplett zu verdecken. AR umfasst Technologien, in denen Informationen in irgendeiner Weise in die reale Umgebung eingefügt werden, sei es nun ein Text, der ins Gesichtsfeld eingeblendet wird oder ein virtueller Wegweiser in einer realen Umgebung. MR steht für Anwendungen, die ihre reale Umgebung erfassen und virtuelle Objekte in sie hineinpflanzen. Die Abtrennung zwischen AR und MR ist indes nicht so eindeutig, wie sich die beiden Technologien zur VR hin abgrenzen.

Die grössten Fortschritte für Geschäftsanwendungen finden derzeit in den Bereichen AR und MR statt. Bei Mixed Reality ist es vor allem ein Gerät, das derzeit die Innovation antreibt: Microsofts Hololens. Diese Brille ist in der Lage, die Umgebung dreidimensional zu erfassen und ebensolche Bilder ins Gesichtsfeld der Trägerin oder des Trägers einzublenden. Die gesamte Hardware ist zusammen mit dem Akku in der Brille untergebracht, sie funktioniert also kabellos. Auf den Markt kam die Hololens vor rund einem Jahr, und bereits gibt es diverse produktive Anwendungen im geschäftlichen Umfeld.

Smartphones verschmelzen Digitales mit der Realität

Augmented Reality kommt vor allem über Smartphones und Tablets zum Einsatz: Die Kamera erfasst die Umgebung, die Software rechnet anschliessend digitale Objekte in das Gesichtsfeld der Kamera und zeigt auf dem Bildschirm eine angereicherte (englisch "Augmented") Realität an. Die Objekte stehen dabei korrekt in der Perspektive des Raumes, ihre Abbildung ist indes lediglich zweidimensional. Auch in diesem Bereich ist die Innova­tionsrate derzeit hoch, da Apple vor einigen Monaten mit ARKit eine eigens auf AR ausgerichtete Plattform vorgestellt hat und diese fleissig bewirbt. Und auch Google hat mit ARCore auf dem hauseigenen Smartphone-Betriebssystem Android eine entsprechende Technologie im Angebot.

Während HTC Vive, Oculus Rift und Microsoft Hololens leistungsstarke und spezialisierte Anwendungen erlauben, sind die entsprechenden Geräte bisher nicht sehr verbreitet. Lösungen, die auf Googles Cardboard aufbauen oder ARKit respektive ARCore einsetzen, lassen sich dagegen auf einem Grossteil der aktuellen Smartphones nutzen und profitieren von deren hohen Verbreitung.

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