CIO-Interview: "Mit der Branche mitdenken"

CIO-Interview: "Mit der Branche mitdenken"

8. Juli 2017 - Gregor Nyffeler leitet die Informatik beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) und versucht, keine Grenzen zwischen den Themen Netz- und Büro-IT zu ziehen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/07
Welche Idee war hinter der Integration?
Die Idee war, die Synergien im Netzwerkbereich zu nutzen. Ich denke, dass EWZ relativ früh erkannt hat, dass es bei diesen Themen ebenfalls um Informationen und Daten geht und dass dieses Asset grundsätzlich unabhängig ist, egal ob es aus der Industrie, einer steuernden oder anderen Umgebung kommt.

In dem Fall hat EWZ schon vor über zehn Jahren versucht, relativ breit und innovativ aufgestellt zu sein?
Aufgrund des Sektors, in dem EWZ angesiedelt ist, versucht man natürlich, innovativ zu sein. Das ist aber auch immer eine Herausforderung, wie bei jeder IT oder jedem IT-Provider. Bei uns steht im Vordergrund, dass wir innerhalb des Betriebes Dienstleistungen erbringen und schnell und agil unterwegs sein müssen. Das ist sicherlich auch eine Frage der Geisteshaltung. In unserem Bereich können wir keine Innovationen mehr umsetzen, wenn irgendwann die Leistung aus der Steckdose nicht mehr stimmt. Aber wenn wir uns zu stark auf das Optimieren von Bestehendem konzentrieren, funktioniert es ebenfalls irgendwann nicht mehr. Dann entsteht die Gefahr, dass man die Entwicklungen im Markt verschläft.
Wie ist die Informatik von EWZ aufgestellt?
Intern arbeiten bei EWZ 60 Personen in der Informatik. Vor einem Jahr wurde die IT neu strukturiert. Vorher hatten wir eine Unterteilung in betriebswirtschaftliche und technische Anwendungen. Heute haben wir alles in einer Abteilung bei den IT-Anwendungen gebündelt. Dort sind auch die Personen, die sich ums Customizing, gewisse Programmierungsthemen und weitere Anwendungen kümmern. Neu haben wir ein Team von vier Personen, das IT Service Design, welches sich mit Kunden- und Lösungsberatung befasst. Die ganzen Netz­themen, inklusive Industrienetz, wurden ebenfalls zusammengelegt und als vierten Teil haben wir gewisse Infrastrukturen, welche vom Bund als kritisch taxiert werden und die nicht von OIZ sondern bei uns intern betrieben werden.

Welchen Herausforderungen ist die EWZ-­IT ausgesetzt?
Mit der Branche mitzudenken und Ansätze aus Eigeninitiative in die betrieblichen Abläufe miteinzubringen. Das hat aus meiner Sicht mit Führungs-, Kultur- und Know-how-Themen zu tun. Dabei muss man sich aber auch immer bewusst sein, dass man nicht unendlich viele Ressourcen zur Verfügung hat. Als Leiter der IT muss ich diese Prozesse managen.

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