CIO-Interview: "Die Anliegen der Mitarbeiter ernst ­nehmen"

CIO-Interview: "Die Anliegen der Mitarbeiter ernst ­nehmen"

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/05
Mit welchen Projekten beschäftigen Sie sich im Moment?
Der Fokus liegt momentan sicherlich auf Geschäftsprozessen, Kollaborationsformen und dem übergeordneten Thema Datensicherheit. Dazu gehört unter anderem auch, dass wir die Anliegen unserer Mitarbeiter ernst nehmen. Unsere Business-Analysten waren bis vor kurzem viel bei den Mitarbeitern und haben ihre Ideen und Wünsche rund um Informatik-Themen aufgenommen und unter dem Begriff Digitale Roadmap zusammengefasst. Die Resultate, es waren insgesamt 118 Inputs, haben wir nicht etwa quantifiziert, sondern in Initiativen kombiniert. In einem zweiten Schritt sind wir mit den Inputs an die Geschäftsleitung getreten, damit diese eine Priorisierung aus ihrer Sicht vornimmt. Jetzt sind wir daran, auf dieser Basis das weitere Vorgehen und die Umsetzung im Detail zu definieren. Zudem überarbeiten wir unsere Sharepoint-Umgebung. Wir haben relativ früh Sharepoint eingeführt und nun feststellen müssen, dass das Kollaborationswerkzeug heute nicht mehr unseren Anforderungen entspricht. Nun bauen wir zusammen mit einem Partner unser Intranet um, so dass dieses auch als Kollabora­tionswerkzeug genutzt werden kann. Und wir testen in einer Pilotgruppe eine einheitliche Telefonie-Plattform auf Basis von Alcatel Open Touch. Darüber hinaus hatten wir im letzten Jahr mit perfiden Ransomware-Angriffen zu kämpfen und arbeiten daran, zusätzliche Abwehrprodukte vorzubereiten, welche schon bald ausgerollt werden sollten.

Welche Projekte stehen sonst noch an?
In Zukunft werden sicherlich Themen wie die Cloud-Lösung von Siemens bei der Gornergrat Bahn weitere Aufmerksamkeit erfordern. Das zeigen auch die Auswertungen, die wir mit unseren Business-Analysten gemacht haben. Unsere Rolle wird zukünftig sicherlich sein, die IT für solche Projekte bereitzumachen und zu öffnen. Wir sehen je länger je mehr, dass sich die Informatik mit dem Bahnbetrieb vermischt. Zudem ersetzen wir alle vier bis fünf Jahre alle Endgeräte. Der nächste Lauf steht in der Grössenordnung 2018 an.
Auf welche abgeschlossenen Projekte sind Sie besonders stolz?
Wir haben im letzten Jahr ziemlich viel erreicht. So haben wir per 1. Januar 2017 ein neues ERP in Betrieb genommen sowie ein neues Dispositionssystem für Personal und Rollmaterial eingeführt. Beide Projekte sind aus IT-Sicht sehr gut gestartet. Zudem haben wir auch die gesamte Verkaufsplattform neu konstruiert und den alten elektronischen Verkaufskanal ersetzt. Das System teilen wir mit den Jungfraubahnen und beziehen es über eine Cloud-Schnittstelle. Und im Hinblick auf die ganzen 14 Jahre, die ich hier bin, ist sicherlich zu betonen, dass in den ganzen Jahren die Netzwerkinfrastruktur nur ein einziges Mal ausgefallen ist. Hinzu kommen viele kleinere Einzelprojekte, welche wir umgesetzt haben.

Ist es wichtig für Sie und ihr Team, dass auf abgeschlossene Projekte angestossen wird?
Ja, sehr sogar. Wir stossen sogar auf Dinge an, die wir abgelöst beziehungsweise abgestellt haben. Beispielsweise, als wir den alten elektronischen Verkaufskanal abgeschaltet haben. Das Ding hat uns einige Male auf Trab gehalten und nun freuen wir uns, dass es abgelöst werden konnte.

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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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