Telefonie- statt Radwechsel

Telefonie- statt Radwechsel

Artikel erschienen in IT Magazine 2016/04

Physisch statt virtuell

Die Garage E. Geissmann nutzt also noch eine physische Anlage und setzt nicht etwa auf die momentan vielgepriesene Virtual PBX aus dem Rechenzentrum eines Anbieters wie beispielsweise Sipcall. «Mit einer Virtual PBX kommt man schnell an den Anschlag, insbesondere wenn man spezielle Funktionen benötigt. Mit einer physischen Vorort-Lösung kann man viel mehr verwirklichen», erklärt Thunderbyte-Geschäftsführer Bochsler. Darum setzen er und sein Team heute bei Unternehmen ab bereits fünf bis acht Mitarbeitenden nach wie vor mehrheitlich auf diese Variante beziehungsweise eine kleine Appliance, die in die bestehende IT-Infrastruktur integriert wird, und auf der die Lösung Free PBX läuft.
«Gewisse Grundfunktionen lassen sich mit einer Virtual PBX abdecken. Die Frage ist dann, ob man auf zusätzliche Funktionen verzichten kann. Falls nicht, bleibt nur eine Lösung wie die von Thunderbyte», weiss Philipp Winet, Partnerbetreuer bei Sipcall. Bochsler ergänzt derweil, dass man mit einer physischen Vorort-Lösung ausserdem nicht abhängig von einem bestimmten Provider sei und auch den Traffic besser managen könne.

Preiswerte Endgeräte

Bei den Endgeräten setzt man bei der Garage Geissmann wie bereits erwähnt neu ausschliesslich auf Funktelefone. 15 Apparate von Gigaset sind im Umlauf, dazu kommt eine Zentrale des Herstellers Snom. Bei der Auswahl hat Markus Geissmann vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet. «Bei der Hälfte des Preises kann man das Gerät quasi einmal gratis ersetzen», rechnet er vor. Und gerade in der Werkstatt komme gerne mal ein Apparat unter die Räder und gehe kaputt. So ersetzt man ihn einfach. Ursprünglich hat man sich auch Gedanken über stossfeste Apparate gemacht, laut Geissmann kosten die aber ein Vermögen.
In der Werkstatt und im gesamten Dienstleistungsbereich ist das Telefon trotz E-Mail und Co. übrigens nicht wegzudenken. «Wenn während einem Service ein Defekt festgestellt wird, dann löst man das Problem am einfachsten per Telefon», erklärt Geissmann. Es funktioniere schon auch via E-Mail und im Händlersystem könne man sogar vermerken, wenn ein Kunde beispielsweise nur auf diesem Weg kontaktiert werden möchte. Aber mehr als 90 Prozent gehe heute immer noch über das Telefon, auch wenn die E-Mail-Kommunikation in den letzten Jahren gerade im Verkauf stark zugenommen haben soll.
Entsprechend war im Zusammenhang mit der VoIP-Umstellung auch die Sicherheit ein Thema. «Hier verlassen wir uns voll und ganz auf Thunderbyte Computer und dass das Unternehmen für die höchstmögliche Sicherheit sorgt», erklärt Geissmann. Zudem ergänzt er, dass man viel mehr Angst vor Angriffen via E-Mail hat, also vor dem Abhören von Gesprächen. Und sollte es einmal einen Ausfall geben, so greift man wie bis anhin auf das Handy als Backup zurück.

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
Antwort
Name
E-Mail
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER