Touch-Office mit vielen Funktionen

Touch-Office mit vielen Funktionen

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/07
Was hingegen problemlos funktioniert, ist das Öffnen von Dokumenten aus Apps wie Google Drive heraus. Dazu muss man im entsprechenden Programm einfach «Öffnen mit…» und die richtige App wählen. Man kann dann eine Kopie anlegen und daran arbeiten. Das ist zwar alles andere als praktisch, aber derzeit das höchste der Gefühle was die Interaktion mit anderen Apps angeht. Allerdings hat Apple mit der Vorstellung von iOS 8 Anfang Juni gleich zwei Dinge angekündigt, die Hoffnung machen: Erstens iCloud Drive, einen eigenen Cloud-Speicher, und zweitens, dass Apps in Zukunft viel besser miteinander interagieren und Informationen austauschen können.
Man kann Dokumente natürlich auch lokal auf dem iPad speichern. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man nur mit dem iPad arbeitet oder fast nie online ist. Allerdings lässt sich auch an Dokumenten aus der Cloud offline arbeiten. In diesem Fall werden die Dateien dann einfach beim nächsten Mal, wenn man wieder eine Verbindung hat, synchronisiert. Zusätzlich kann man Dateien auch per E-Mail an andere Nutzer freigeben oder als Anlage schicken und so teilen.

Zoomen, kopieren und drucken

Die Office Apps für das iPad kommen mit dem seit Office 2007 bekannten Ribbon-Menu. Allerdings wurde dieses im Vergleich zu den PC-Varianten deutlich entschlackt. Die Auswahl an Funktionen scheint darum auf den ersten Blick eingeschränkt. Wenn man ein bisschen herumspielt, entdeckt man jedoch schnell, dass man fast alles findet, was man benötigt oder auf dem Desktop schätzt. Die Erklärung: Einige Funktionen wurden aus Platzgründen im Ribbon weggelassen und erscheinen dafür in einem Pop-up-Fenster, wenn man auf das Icon klickt, hinter dem sich die gewünschte Funktion verstecken könnte, also beispielsweise beim Formatieren. Man arbeitet damit nicht ganz so schnell wie am PC, wo man fast alles mit einem Klick erreicht, der Nachteil hält sich aber in Grenzen.
Was man im Ribbon vergeblich sucht, ist eine Lupe, um zu zoomen. Es gibt zwar eine Lupe, die ist jedoch zum Suchen. Gezoomt wird mit den Fingern und der iPad- oder iPhone-Nutzern bestens bekannten Geste dafür. Diese Funktion ist sehr, sehr praktisch, insbesondere bei längeren Texten mit kleinen Schriftarten, um Stellen zu markieren und anschliessend zu formatieren. Apropos: Auch das Markieren sowie Ausschneiden und Kopieren funktioniert wie in anderen Apps für iOS. Leider gibt es (noch) keinen einfacheren Weg, beispielsweise mit einer Tastenkombination wie CTRL+C/V für die virtuelle Tastatur. Wer eine ansteckbare Tastatur nutzt – was wir übrigens beim Tippen von längeren Texten sehr ans Herz legen können, es ist deutlich komfortabler so zu schreiben und man ist je nach Modell auch um einiges schneller – hat diese Möglichkeit natürlich. Auch CTRL+Z vermissten wir im Test, aber es gibt zum Glück einen Zurück- und Vorwärts-Button im Ribbon. Allerdings kann man damit jeweils nur einen Schritt auf einmal machen.
Mittlerweile bieten Word, Excel und Powerpoint für das iPad auch eine Druckfunktion. Diese wurde Ende April von Microsoft nachgereicht, nachdem sich viele Nutzer zu Recht über ihr Fehlen beschwert hatten. Aufgerufen wird das entsprechende Menu via der Ablage, einen Kurzbefehl konnten wir nicht ausmachen. Die Ablage wird durch ein kleines Blatt symbolisiert, das sich links oben befindet. Leider benötigt man zum Drucken aus den Apps heraus nach wie vor ein Gerät, das Airprint unterstützt – und ein solcher Drucker steht heute noch lange nicht in jedem Unternehmen oder Home Office.


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