MDM: On-Premise oder aus der Cloud?

MDM: On-Premise oder aus der Cloud?

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/06

Benutzerfreundlichkeit steigern

Um die Geräte und die Daten zu schützen, setzen die Lösungs-Anbieter auf unterschiedliche Features. Von mehreren Herstellern als essentiell bezeichnet wurde jedoch die Möglichkeit, Firmengeräte aus der Ferne sperren und die darauf befindlichen Daten löschen zu können. Als wichtig eingestuft wurde ausserdem die Option, private Daten auf dem Gerät von den geschäftlichen trennen zu können sowie die Möglichkeit, Daten verschlüsselt zu versenden oder abzulegen.
Daneben scheint jedoch auch die Frage nach den Authentifizierungsoptionen zum Thema zu werden, sieht doch Michael Sambeth, CoE Mobile Solutions bei SAP, in diesem Bereich noch Potential für Innovation. «Innovations-Potentiale sind insbesondere bei Benutzer-Authentisierung durch neue biometrische Zugangskontrollen wie Venenscanner, Iris-Scanner oder Fingerprint-Sensor sowie im Bereich unternehmensübergreifender Benutzer-Authentisierung (Identity Federation) erkennbar», erläutert er. Dringlicher scheint jedoch, dass Mobile Device Management benutzerfreundlicher wird. Neben Microsoft nennt nämlich auch Fiberlink die Vereinfachung des Managements und der Bedienung als einen der wesentlichen Verbesserungspunkte.
Über einen Punkt sind sich jedoch alle MDM-Hersteller einig: Eine gute MDM-Lösung sollte mindestens in der Lage sein, die drei weitverbreitetsten Mobile-Betriebssysteme abzudecken. Von Vorteil sollte die Lösung neben Android, iOS und Windows Phone aber auch Blackberry unterstützen.

MDM-Segment verschwindet

Aus den Antworten der Hersteller lässt sich des weiteren entnehmen, dass es zunehmend schwieriger wird, sich im Bereich des Mobile Device Management von der Konkurrenz abzuheben. «Die meisten MDM-Lösungen bedienen sich der Standard-Programmier-Schnittstellen (APIs), die von den Betriebssystem-Herstellern angeboten werden. Das führt zu ähnlichem Funktionsumfang bei unterschiedlichen MDM-Lösungen. Somit wird es für die einzelnen Hersteller immer schwieriger, sich gegenüber den Mitbewerbern abzugrenzen», erläutert Markus Ritt, Product Marketing Manager Enterprise Mobility bei Microsoft, diesen Umstand.
Diese Schwierigkeit macht sich denn auch bemerkbar. So ist es seit der letzten MDM­-Marktübersicht von «Swiss IT Magazine» im Juni 2011 zu einer Konsolidierung in diesem Segment gekommen.
Beispielsweise gehört Fiberlink mittlerweile zu IBM und Airwatch wurde Vmware einverleibt. Und der Trend wird anhalten, sind sich die Hersteller einig. So prognostiziert Ritt von Microsoft: «Es werden vier bis fünf grosse Player übrig bleiben und ein paar Nischen-Player mit Lösungen für spezielle Einsatzszenarien und vertikale Anforderungen.» Thomas Lippert, Senior Product Manager Mobile bei Sophos, sieht die Zukunft noch etwas düsterer: «Die Konsolidierungsphase ist noch nicht abgeschlossen. Ein MDM-Segment als solches wird es in Zukunft nicht mehr geben.»

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER