Sutters Bits & Bytes: Alles SUGUS oder was?

Sutters Bits & Bytes: Alles SUGUS oder was?

6. April 2014 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2014/04
Wir publizieren hier im «Swiss IT Magazine» exklusiv aus der Studie. Zuerst zur Gesprächslautstärke: Sie schwankte gefühlt zwischen 73 und 112 Dezibel, was einem Geräuschpegel zwischen Staubsauger und Kettensäge entspricht. Trotzdem konnte das Geschwätz meist nur von den im gleichen Wagen reisenden Passagieren mitgehört werden.
Zu den Gesprächsinhalten einige konkrete Beispiele: Ein Mann im besten Alter bezahlte für einen längeren Dialog «Ich bin hier, wo bist du?» gegen 40 Rappen. Eine ältere Dame musste für ein «heute Abend gibt’s bei uns Stocki» dagegen nur 15 Rappen auslegen. Wohingegen einem Rentner, der seiner Frau mitteilte, dass er im Coop die Bratwürste zu kaufen vergass, für dieses Kurztelefon sogar 35 Rappen verrechnet wurden. Andererseits musste ein Geschäftsmann, der seine übliche Verspätungsmitteilung «Bin gleich da, fangt schon mal an» nur 10 Rappen bezahlen. Und schliesslich war da noch der Teenager, der seinen Kummer mit einer Kollegin teilte: «Stell dir vor, da sagte er mir doch gestern Abend…hallo… hallo? bist du noch da?» zum Prepaid-Abo-Preis von 1 Rappen pro Sekunde.
Was lernen wir daraus? Fazit 1: Die Übermittelung der meist bedeutungslos wichtigen Themen belastet unsere Mitbürger finanziell unmerklich schwer. Fazit 2: Eine eindeutige Wechselwirkung zwischen Handytarifen, Geschwätzinhalt und Lautstärke ist wissenschaftlich nicht nachweisbar. Gleiches gilt für die Gesprächslänge und Gesprächsbreite sowie das
Gegenteil.
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