LED-Projektoren sind erwachsen geworden

LED-Projektoren sind erwachsen geworden

6. April 2014 - Von Angelica Filippi und Marcel Wüthrich

«Swiss IT Magazine» hat sechs Projektoren mit LEDs als Lichtquelle auf ihre Praxistauglichkeit im Sitzungszimmer getestet und wurde dabei positiv überrascht.
Artikel erschienen in IT Magazine 2014/04

Fokus auf Bildqualität und Helligkeit

Alles in allem haben wir acht Kriterien bewertet und dabei unterschiedlich gewichtet. Die höchste Punktzahl zu holen gab es jeweils bei der Helligkeit und der Bildqualität. Hierbei haben wir die Geräte in den Bildmodus «Standard» gesetzt, einander gegenübergestellt und die Qualität bei der Farbdarstellung, die Farbechtheit, die Abstufung bei hellen und dunklen Übergängen, den Kontrast, die Reinheit von Weiss und die Schärfe unter die Lupe genommen. Ebenfalls relativ hoch gewichtet haben wir zudem den Geräuschpegel, schliesslich gibt es nichts Mühsameres, als wenn ein Gespräch durch Lüftersurren übertönt wird. Wir haben also das Lüftergeräusch mit einem Dezibel-Messgerät aus circa 50 Zentimeter Abstand zum Beamer gemessen, und – weil 35 Dezibel je nach Frequenz nicht gleich 35 Dezibel sind – auch die subjektive Wahrnehmung des Lüftergeräusches mit in die Bewertung einfliessen lassen.
Beim Kriterium Formfaktor/Gewicht/Verarbeitung haben wir uns angeschaut, wie sauber die Geräte verarbeitet sind, ob nichts lottert, wie einfach die Höhenverstellung funktioniert, ob die Linse geschützt werden kann und vor allem auch wie portabel das Gerät aufgrund seines Gewichts ist. Zum Schluss haben wir nebst der Anschlussvielfalt auch noch den Lieferumfang geprüft. Eine Tasche für den Transport der Geräte war dabei in unseren Augen ein Muss-Kriterium, und die (wenigen) Hersteller, die zusätzlich auch noch eine Auswahl passender Kabel (z.B. HDMI) mitgeliefert haben, haben Zusatzpunkte erhalten.

Acer K335: Der Grünstichige

Die Bedienung des Acer-Projektors erweist sich als Herausforderung, weil das Menü sehr schnell wieder ausgeblendet wird, wenn man nicht rasch genug reagiert. (Quelle: Acer)

Wie beim Gros der Projektoren in unserem Vergleichstest lässt sich beim Acer-Modell K335 an der Verarbeitung wenig bemängeln. So kann die Neigung des Beamers mittels Drehfuss verstellt werden, es lottert und scheppert nichts und die Oberfläche wirkt trotz des Plastikgehäuses ziemlich hochwertig. Auch das Gewicht von 1450 Gramm ist tragbar. Einzig eine Linsenabdeckung fehlt leider gänzlich.
Nimmt man den Projektor jedoch in Betrieb, so machen sich schnell die Schwachstellen des K335 bemerkbar. So beispielsweise bei der Bedienung: Die Tasten auf dem K335 liegen so nahe beieinander, dass es zur Herausforderung wird, die richtigen Tasten zu erwischen. Vor allem die beiden Up- und Down-Buttons sind ziemlich schmal und werden oftmals erst beim zweiten Versuch richtig gedrückt. Hierbei erweist sich der Umstand, dass das Menü nach wenigen Augenblicken wieder verschwindet, wenn man den gewünschten Knopf nicht schnell genug drückt, nicht gerade als hilfreich. Immerhin reagiert die Navigation recht flink.

Kommentare

Mittwoch, 9. April 2014 Matthias
Komisch das die Casio Beamer nicht getestet wurden. Diese bieten schon seit geraumer Zeit LED mit 3000 ANSI. Ok es ist kein reines LED sondern gemischt mit Laser aber auf dem Papier um einiges heller....

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