Angenehmere Bankgeschäfte

Angenehmere Bankgeschäfte

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/03

Fokus auf Design und Sicherheit


Während der Entwicklung der App wurde ein grosser Fokus auf das Design gelegt und wie man sehr viele Informationen, die sehr wichtig sind, auf einen kleinen Screen bekommt. Gleichzeitig stand natürlich von Anfang an auch das Thema Security im Zentrum. «Wir haben ein Team von vier Leuten, das sich nur darum kümmert und die nötigen Vorkehrungen trifft, damit die Kundendaten jederzeit sicher sind», verspricht Arnold.
Weiter galt es, Schnittstellen zu Banken herzustellen, damit die Nutzer ihre Konten einbinden können. Und weil dies in Deutschland dank einem bankenübergreifenden Standard (HBCI) im Vergleich zur Schweiz deutlich einfacher war, entschied man sich, dort zu starten. Mittlerweile ist man ohne grosse Werbung bei 22’000 Downloads angelangt und rund die Hälfte davon sollen aktive User sein.

Keine Pläne für die Schweiz


Nach Deutschland, wo man für April eine grosse Marketing-Offensive plant, hat Numbrs die USA ins Visier genommen. Bis Mitte 2014 will man einen Prototyp bauen, mit dem man anschliessend in den Markt gehen kann. Zudem schauen sich Arnold und sein Team momentan auch England genauer an.
In der Schweiz wird Numbrs vorerst nicht zu haben sein. «Die Schweiz ist für uns als Unternehmen ein super Standort, aber als Markt für Numbrs sehr kompliziert», erklärt der CEO. Der Aufwand ist in seinen Augen hierzulande, nicht zuletzt wegen den vier Landessprachen, mindestens gleich gross wenn nicht sogar grösser als in den USA, wo es wiederum einen deutlich grösseren Markt gibt. Dazu kommt laut Arnold, dass die Idee in den USA sehr gut ankommt.
Bis Mitte Jahr will Numbrs auch auf Android präsent sein. «Sofern wir die Qualität erreichen, die wir wollen», präzisiert Arnold, der nichts überstürzen und sich nicht auf mehreren Plattformen verzetteln will. Gleichzeitig will man die aktuelle App für iOS weiterentwickeln. Die Liste mit möglichen weiteren Funktionen ist lang und umfasst rund 200 Punkte. Ein neues Feature ist beispielsweise, dass man in Zukunft nur noch ein Foto einer Rechnung schiessen muss und diese dann automatisch bezahlt wird.

Kommentare

Donnerstag, 13. März 2014 R. Leuenberger
Tönt ja äusserst interessant! Ich komme einfach nicht vom völlig veralteten Microsoft Money weg und suche seit Jahren (oder sinds inzwischen Jahrzehnte?) ohne Erfolg eine schlaue benutzertaugliche Lösung. Numbrs tönt nach dieser Lösung. Sehr schade, dass ihr den firmen-heimischen Markt nicht abdeckt. Unterstützen alle unsere Banken diesen HBCI-Standard wirklich nicht? Auch die Dreisprachigkeit kann doch wohl das grösste Problem nicht sein?! Lieber Herr Arnold: Bitte lassen Sie uns Schweizer nicht einfach links liegen!

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