CIO-Interview: «Forschung und Lehre erfordern Flexibilität»

CIO-Interview: «Forschung und Lehre erfordern Flexibilität»

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/12
Welche Aufgaben werden von externen Partnern übernommen?
Das ist ganz unterschiedlich. Wir machen einiges extern, wie beispielsweise Teile der Software-Entwicklung. Weiter führen wir Tests mit vielen verschiedenen Cloud-Services durch. Letztes Jahr haben wir unter anderem High Performance Computing in der Cloud geprüft. Derzeit läuft gerade eine Evaluation für Print-Services, die wir extern geben möchten. Dies geht wieder in die Richtung, dass unsere Wertschöpfung dort liegt, wo individuelle IT-Lösungen gefragt sind.

Haben Sie diesen Piloten im Bereich High Performance Computing in der Cloud erfolgreich abgeschlossen?
Wir haben einen Testlauf durchgeführt, um Erfahrungen zu sammeln. Derzeit befinden wir uns in der Phase der Strategiedefinition für den produktiven Einsatz. Hier fliessen die Ergebnisse der Pilotphase mit ein. Beispielsweise wollen wir in diesem Bereich mit Virtualisierung arbeiten, um Gebilde einer gewissen Grösse anbieten zu können. Der Nutzer soll damit dynamisch auf die Cloud zugreifen und die Leistung je nach Bedürfnis anpassen können. Implementiert werden soll dieser erste Schritt bis nächstes Jahr. Mittelfristig lautet das Ziel, durch Bursting – welches wir während der Testphase ebenfalls geprüft haben – auch extern gehen zu können.
Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen und weshalb haben Sie sich gerade für diese Unternehmen entschieden?
Unsere Partnerlandschaft ist sehr breit gefächert. Wir haben nicht einen Partner, den wir als den Partner bezeichnen würden. Selbstverständlich arbeiten auch wir mit grossen Unternehmen wie IBM oder HP zusammen. Aber im Gegensatz zu einer Grossfirma, deren Strategie besagt, möglichst wenige Partner zu bündeln, verfügen wir über eine breite Palette von Lieferanten, um die Bedürfnisse der ETH abdecken zu können.
Wir unterstehen von der Beschaffung her dem GATT WTO. Dies hat für uns zur Folge, dass wir die grossen Projekte ausschreiben müssen, was unweigerlich zu einer gewissen Heterogenität führt.

Können Sie beziffern, wie viele Partnerschaften die ETH unterhält?
Das ist schwierig. Wenn wir nur die Informatikdienste berücksichtigen, dann bewegen wir uns wahrscheinlich im Bereich von rund 75 Partnern.

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