CIO-Interview: «Forschung und Lehre erfordern Flexibilität»

CIO-Interview: «Forschung und Lehre erfordern Flexibilität»

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/12
Und welche IT-Strategie verfolgt die ETH Zürich, um den Bedürfnissen gerecht zu werden?
Die IT-Strategie der ETH sieht so aus, dass wir Flexibilität ermöglichen müssen, wo es notwendig ist, und dort Synergien zusammenbringen, wo es sinnvoll ist. Als Basis dazu braucht es eine Gesamtarchitektur, an der wir zurzeit arbeiten. Gesamtarchitektur meint in diesem Zusammenhang nicht, dass wir uns auf einen Provider beschränken. Wir setzen auf verschiedene Technologien, die der Endnutzer als Einheit wahrnehmen muss. Dazu gehört beispielsweise das User-Self-Service-Portal, welches ich zuvor angesprochen habe. Dieses Portal beinhaltet verschiedene Services, hinter denen unterschiedliche Tools stecken. So soll der Nutzer in die Lage versetzt werden, seine Bedürfnisse jederzeit individuell ab-
decken zu können.
Um noch besser auf die individuellen Bedürfnisse der Forscher eingehen zu können, müssen wir in diesem Bereich mehr Mitarbeitende mobilisieren und mehr Zeit in beratende oder projektorientierte Arbeiten investieren. Bei den Informatikdiensten sollte es zu einer Verlagerung des reinen Betriebsaufwands hin zu projektorientierten oder individuellen Tätigkeiten kommen.
Unser Ziel ist ganz klar, in Bezug auf IT-Belange der Ansprechpartner der ETH zu sein. Wir versuchen, wo immer möglich, zu helfen – ohne aber den Anspruch zu haben, auch immer dazu in der Lage zu sein, das Problem selbst lösen zu können. Es kann durchaus vorkommen, dass wir in einigen Fällen die Betroffenen an andere Ansprechpersonen weiterverweisen müssen.
Welche Aufgaben werden von externen Partnern übernommen?
Das ist ganz unterschiedlich. Wir machen einiges extern, wie beispielsweise Teile der Software-Entwicklung. Weiter führen wir Tests mit vielen verschiedenen Cloud-Services durch. Letztes Jahr haben wir unter anderem High Performance Computing in der Cloud geprüft. Derzeit läuft gerade eine Evaluation für Print-Services, die wir extern geben möchten. Dies geht wieder in die Richtung, dass unsere Wertschöpfung dort liegt, wo individuelle IT-Lösungen gefragt sind.

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