Home Office: Fluch oder Segen?

Home Office: Fluch oder Segen?

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/05

Passende Infrastruktur


Um mobiles Arbeiten überhaupt sicherzustellen, werden einige Anforderungen an die Technologie gestellt. Benötigt werden mobile Alleskönner, die von überall her bedient werden können und den Arbeitsalltag erleichtern. Beispielsweise wird der PC durch leichte und kompakte Laptops ersetzt, anstelle von Notizblock und Stift wird ein Tablet eingesetzt oder eine Face-to-Face-Besprechung wird online über eine Video-konferenz durchgeführt. Auch hier gilt: Es existiert keine Musterlösung, die für jedes Unternehmen passt. Die Infrastruktur muss sich an den unternehmerischen Werten und der Unternehmenskultur orientieren und dazu passen. Ignorieren kann wohl aber kaum ein Unternehmen, dass die Bedürfnisse nach Mobilität und Flexibilität gestiegen sind und sich die Infrastruktur mit diesen Bedürfnissen mitentwickeln muss. Mit der gestiegenen gesellschaftlichen Mobilität ist es für viele Arbeitnehmer ein Bedürfnis, von überall her Zugriff auf firmeninterne Daten, Kalender und E-Mails zu haben. Neben solchen, eher allgemeinen Bedürfnissen, bietet das mobile Arbeiten aber in vielen Branchen auch spezifisches Potential. Stellen wir uns folgende Situation vor: Sie arbeiten als Architekt an einem mehrmonatigen Projekt und stehen in regem Austausch mit dem Bauleiter. Mussten früher die einzelnen Pläne noch fotografiert, im Büro eingescannt und dann per E-Mail verschickt werden, geht dies heute direkt auf der Baustelle mit nur wenigen Klicks. Das mit dem Smartphone aufgenommene Bild der Baustelle wird in der firmeninternen Server-Ablage gespeichert und ist so für alle berechtigen Personen abrufbar. Die Zusammenarbeit wird so markant erleichtert, viel Zeit eingespart, und alle beteiligten Personen sind jederzeit auf dem aktuellen Stand. Mobiles Arbeiten entspricht also häufig nicht nur einem Bedürfnis der Mitarbeiter, sondern in vielen Branchen auch dem Zeitgeist der zu erledigenden Arbeiten.

Daten direkt aus der Cloud


Mit dem erwähnten Smartphone beziehungsweise generell einem mobilen Endgerät ist der erste Schritt zum mobilen Büro gemacht. Mobile Geräte alleine genügen allerdings noch nicht, um mobiles Arbeiten auch vollumfänglich sicherzustellen. Nötig ist zudem eine Software, die nicht lokal auf dem Computer installiert werden muss, sondern über das Internet bedient werden kann – überall und jederzeit zugänglich. Aber auch bei Web-Applikationen muss man sich an den individuellen Bedürfnissen orientieren. Aktuell buhlen so viele Web-Applikationen für alle möglichen Anforderungen um Aufmerksamkeit, dass man als Anwender oder Unternehmen den Überblick rasch verliert und in unangenehme Fallen tappen kann. Zu teure, komplizierte oder unsichere Applikationen locken und können ärgerliche Folgen nach sich ziehen. Deshalb lohnt sich vor dem Kauf einer Applikation immer eine sorgfältige Prüfung. Wem dies zu kompliziert ist oder wer sich dabei unsicher fühlt, der findet auf spezialisierten Online-Plattformen Hilfe. Auf diesen Plattformen werden Applikationen angeboten, die in einem mehrstufigen Selektionsprozess nach geschäftsspezifischen Bedürfnissen geprüft wurden. Auch hier gilt aber: Die Suche im Web ist das eine, der mündliche Austausch das andere. Wer die Gelegenheit hat, sollte deshalb auch mit Geschäftspartnern oder Experten beim ICT-Provider den Austausch suchen. Diese Vergleichsmöglichkeiten und Erfahrungen können häufig auch die eigene Entscheidung einfacher machen. Damit nicht schon effizient gearbeitet wird, wenn man die entsprechende Infrastruktur hat, sondern bereits bei der Auswahl derselbigen.

Kommentare

Freitag, 10. Mai 2013 Solin
...eine Aspekt, der gerne vergessen wird ist die Versicherung. Deckt die Versicherung auch die selben Leistungen ab, die beim Büroaltag selbstverständlich sind? ...was ist, wenn ich mir wärend des "Home office" verunfalle. ...was, wenn meine private "Infrastruktur" wärend der Arbeitszeit Schaden nimmt... Wer zahlt, was meint die Versicherung dazu... der Arbeitgeber mag da noch kulant sein, aber die Versicherung sieht dies vielleicht anderst. ...und wer erkältet ist, wird beim Home Office meist noch arbeiten, wärend er im Büroalltag meist zuhause bleiben würde. Wer schlussendlich dabei gewinnt oder verliert muss man sich vorab gut überlegen.

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