Nicht ohne klare Planung

Nicht ohne klare Planung

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/04

Zielsetzung und Einsatzbereich definieren


Eine pauschale Antwort auf die Frage, auf welchen App-Typ man als Firma setzen sollte, gibt es nicht. Grosse Unternehmen wie Facebook, Ebay oder Fedex umgehen die Entscheidung, indem sie sowohl native wie auch Web Apps entwickeln lassen. Dafür muss aber ein entsprechend grosses Budget vorhanden sein – was bei den meisten KMU nicht der Fall ist. Deshalb macht es Sinn, die individuelle Ausgangslage zu analysieren: Was (Ziel) und wen (Zielpublikum) will man mit der App erreichen? Mögliche Ziele reichen von Branding bis hin zum Angebot von mobilen Services für die eigenen Mitarbeiter.
Ob eine App erfolgreich ist oder nicht, liegt letztendlich in der Hand der User. Eine Applikation kann technisch noch so gut sein, wenn sie nicht heruntergeladen beziehungsweise benutzt wird, hat sie ihr Ziel klar verfehlt. Bei der Entwicklung zählen deshalb eigene Präferenzen weniger als diejenigen der Zielgruppe.
Jede Zielgruppe stellt eigene Anforderungen und verwendet unterschiedliche mobile Endgeräte und Betriebssysteme. Eine App kann für Privatpersonen (Consumer) oder für externe Unternehmen und/oder die eigene Firma (Business) entwickelt werden. So sind zwar in der Schweiz Android und iOS die momentan verbreitetesten Betriebssysteme, doch spielt Blackberry in der Geschäftswelt noch immer eine wichtige Rolle. Wenn ein Unternehmen daher eine native App für den Business-Bereich entwickeln lässt, sind Android und/oder iOS nicht zwangsläufig die einzige oder beste Wahl.

Vermarktung der App ist wichtig


Vor Beginn der Entwicklung sollte ebenfalls entschieden werden, ob die entwickelte App kostenpflichtig oder kostenlos zum Download angeboten wird. Ist es das Ziel, mit der App Geld zu verdienen, muss neben dem Entwicklungsbudget genügend Geld für die Vermarktung eingeplant werden. Ohne umfassendes Marketing lässt sich eine App nämlich kaum monetarisieren, denn die Platzierung in den App Stores ist nicht direkt kontrollierbar. Nur mit aktiver Werbung geht die App nicht völlig in der Masse der Angebote unter (mehr zu diesem Thema gibt es ab Seite 38). Zudem lohnt es sich, seine App so schön und interessant wie möglich zu präsentieren (Icon Design, Name der App) – denn das Auge bestimmt bekanntlich mit.
Zum Verkauf angeboten werden in erster Linie native oder hybride Apps, da viele Shops – allen voran Apples App Store – keine Web Apps aufnehmen. Web Apps eignen sich aber für Unternehmen, die nicht mit der App selber, sondern wie Zeitungen beispielsweise mit direktem Aboverkauf Geld einnehmen wollen. Die Finanzierung durch Werbung von Drittanbietern innerhalb der App ist schwierig, damit kann grundsätzlich nur sehr wenig Geld eingenommen werden.
Natürlich muss der App-Anbieter auch eine gewisse Summe ins Marketing von kostenlosen Apps investieren. Auch wenn diese nicht vorrangig Umsatz generieren sollen, so will das Unternehmen durch die App doch von einem möglichst grossen Publikum wahrgenommen werden. Digitales Marketing, zum Beispiel Social Media Marketing oder Blogs, eignen sich besonders, um die Aufmerksamkeit auf Apps zu lenken, da User diese sogleich mit wenigen Klicks downloaden können. Printmedien, welche offline gelesen werden, sind diesbezüglich viel ineffizienter.

Kommentare

Mittwoch, 17. April 2013 Developer
Ihr Artikel ist unseriös recherchiert. Natürlich kann man mit Web-Apps auch auf die Smartphone-Sensoren zugreiffen. Die entsprechenden JavaScript-Libraries bieten das heutzutage an.

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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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