Virtual-PBX-Umstieg: Das ist zu beachten

Virtual-PBX-Umstieg: Das ist zu beachten

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/01

Für wen sind diese Lösungen geeignet

(Quelle: Suprag)
Trotz vielfältiger anderer Kommunikationskanäle gehört die Sprachkommunikation nach wie vor zum wichtigsten Mittel im alltäglichen Geschäftsleben. Somit ist es unabdingbar, dass Unternehmen von Zeit zu Zeit nach einer neuen Lösung suchen, um veraltete zu ersetzen oder bestehende Telefoniedienste zu verbessern. Im Fokus von vPBX-Angeboten stehen kleine und mittelgrosse Unternehmen. Durch den vPBX-Einsatz können sich Firmen nicht nur lästiger technischer Aufgaben entledigen, sondern einfach und schnell die notwendigen Funktionen an veränderte Geschäftsanforderungen anpassen. Dies verhindert unnötigen Leerlauf und ermöglicht die Konzentration auf das Kerngeschäft beziehungsweise die Kernprozesse. Firmen mit komplexeren Anforderungen (z.B. IVR-Funktionen), welche ausserhalb der Standard- und Zusatzangebote von vPBX-Providern liegen, sind derweil mit einer Hosted-PBX-Lösung besser bedient, als Telefondienste von der Stange einzukaufen.
Attraktiv machen solche «As a Service»-Lösungen geringe Investitionen sowie die erhöhte Investitionssicherheit und Skalierbarkeit. Interessant ist zudem die einfache Vernetzung mehrerer Standorte sowie die gewonnene Mobilität, zumal sich Home-Office-Mitarbeiter, Geschäftsreisende und Aussendienstler von überall her anmelden und das Service-Angebot nutzen können.

Der grösste Nachteil ist sicherlich die Verlagerung eines wichtigen Kommunikationskanals auf die Internetleitung. Lässt man Voice und Daten über die gleiche Datenautobahn laufen, erhöht sich der Impact bei einem Ausfall. Konkret bedeutet dies, dass im schlimmsten Fall die gesamte Kommunikation mit der Aussenwelt zum erliegen kommt. Ein weiterer Gefahrenfaktor ist die Sprachqualität, wobei durch verbesserte Kompressionsverfahren (CoDec), Breitbandinternet sowie QoS, heutige VoIP-Kanäle zwar immer noch unter der gewohnten Qualität von ISDN liegen, aber durchaus zu überzeugen wissen.

Auf was zu achten ist

Bevor sich Unternehmen Hals-über-Kopf in ein Outsourcing- beziehungsweise vPBX-Abenteuer stürzen, sind einige Faktoren zu beachten. Was für alle ICT-Projekte gilt, verliert seine Berechtigung auch hierbei nicht. Jedes Unternehmen muss sich fragen, welches die jetzigen und zukünftigen Geschäftsprozesse sind, und – daraus folgend – welches die notwendigen Telefoniefunktionen. Ausgehend von diesem Pflichtenheft können dann die Erfolgskriterien, die Effizienz (Kosten), die Effektivität (Verbesserung) sowie die Flexibilität (Anpassungsfähigkeit) analysiert werden. Obwohl vPBX- beziehungsweise VaaS-Lösungen von der Stange tiefere Kosten bedeuten, müssen sich Unternehmen bewusst sein, dass jede Leistung ihren Preis hat. Verbessert man beispielsweise die Effizienz, verschlechtert sich automatisch die Effektivität oder Flexibilität beziehungsweise das providerseitige Leistungsangebot.

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