Social Media als Starthilfe

Social Media als Starthilfe

29. September 2012 - Bei der Gründung von My Swiss Chocolate war Social Media für die gleichnamige Firma ein Fremdwort. Heute zählt das Start-up auf Facebook stolze 60’000 «Likes».
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/10

Von einem zu 60’000 Fans

Da das Geld knapp war, musste eine kostengünstige Marketing-Strategie her. Aus der Not heraus entschieden sich Beichler und sein Partner Philippi dazu, einen Blog aufzusetzen. «Ich hatte keine Ahnung wie man einen Blog erstellt. Ich bin also ein wenig im Internet rumgesurft und stiess dabei auf Wordpress. Ich brauchte sicher eine Woche, bis ich einigermassen verstanden habe, wie das geht. Meinen ersten Artikel eröffnete ich dann auch mit den Worten: ‹Hallo Welt›, total kitschig», erinnert sich der Geschäftsführer lachend. Der Grundstein für den Web-Auftritt von My Swiss Chocolate war allerdings so gelegt. Beichler weiss auch noch genau, wie er von seinem ersten Leser erfuhr: «Zu Beginn war das Schreiben des Blogs sehr frustrierend, da wir der Überzeugung waren, niemand würde ihn lesen. Eines Tages kam von Wordpress die Information, ich müsse etwas genehmigen. Ahnungslos wie ich war, brauchte ich eine Weile, bis ich begriff, dass ich einen Kommentar freischalten sollte.» Als die beiden Unternehmer sich daraufhin entschlossen, ihr Wirkungsfeld auf Twitter auszuweiten, zeigte sich bald schon ein erster Erfolg. Über die Social-Media-Plattform konnten sie 300 Tester für ihre Schokolade gewinnen und damit in kürzester Zeit ein extremes Publikumswachstum generieren.
Davon beflügelt, publizierten sie auf ihrem Blog zwölf Vorschläge für ihr Firmenlogo, aus denen die Leserschaft ihren Favoriten wählen sollte. Insgesamt haben sich etwa 60 Leute an der Umfrage beteiligt. «Für uns war das ein Gefühl, als wären wir weltberühmt. Und dadurch, dass die Leser gemerkt haben, dass wir auf sie hören, wurde der Hype um My Swiss Chocolate erst richtig angeheizt», erklärt Beichler die Reaktion auf den Entscheid, das Logo der Leser-Wahl – wohlgemerkt nicht sein persönlicher Favorit – tatsächlich zu verwenden. Diese Aktion habe die Firma glaubwürdig und authentisch gemacht und gleichzeitig eine enge Bindung geschaffen. Authentizität sei denn auch eines der Rezepte, um erfolgreich Social Media zu machen, ist sich Beichler sicher.

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