Mit Zweirädern im Web 2.0

Mit Zweirädern im Web 2.0

29. September 2012 - Trotz wenig Zeit und Geld ist der Schweizer Velohersteller Thömus auf praktisch allen wichtigen Social-Media-Portalen aktiv und will seine Präsenz noch weiter ausbauen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/10

Social Media ist bei Thömus eine One-Man-Show

Auf fast jeder Social-Media-Plattform aktiv sowie aktuell zu sein und knapp 400 Follower auf Twitter und über 3000 Freunde auf Facebook zu managen, das erfordert einen nicht zu unterschätzenden Aufwand. Umso erstaunlicher ist es, dass sich bei Tömus Veloshop mit René Walker nur eine Person um die gesamten Aktivitäten kümmert. «Bei uns ist Social Media keine eigene Abteilung, sondern soll wie ein roter Faden durch das gesamte Unternehmen gehen. Und da die gesamte Kommunikation bei mir zusammenläuft, verantworte ich auch unsere Social-Media-Aktivitäten», erklärt Walker. Das sei ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Schwieriger ist es für den Kommunikationsverantwortlichen zu beziffern, wie gross sein Aufwand für Social Media ist. Mit den heutigen mobilen Geräten sei man fast immer online und mache etwas, meint er. «Im Schnitt dürfte mein Aufwand bei 20 bis 45 Minuten pro Tag liegen, wobei insbesondere der Montag ein Social-Media-Tag ist», meint Walker, «dann werden viele Fotos und Berichte von Events und Rennen des Wochenendes hochgeladen.» Unter der Woche bestehe seine Aufgabe hauptsächlich darin zu Beobachten und zu Kontrollieren, meint der 38-Jährige, der im Bereich Social Media seit Jahren zu Hause ist und sich diesbezüglich auch regelmässig weiterbildet. Das sei, neben dem Austausch mit anderen in diesem Bereich tätigen Personen, sehr wichtig, denn nur wer selber sehr affin zu Social Media sei, könne die Tools auch richtig und effektiv nutzen.

Velos verkauft man nach wie vor im Laden

Wie in den Anfangsjahren liegt der Fokus der Social-Media-Aktivitäten bei Thömus Veloshop nach wie vor auf Veranstaltungen und der Vernetzung der Kunden. «Daneben ist es für uns heute eine gute Image- und Markenpflege», meint Walker. Die Kunden würden sehen, dass man aktiv sei, dass etwas gehe. Der Verkauf von Velos via Facebook & Co. ist derweil kein primäres Ziel: «Klar publizieren wir über diese Kanäle auch unsere Highlights oder Rabatte und Aktionen. Zudem findet man auf Facebook auch unsere gesamte Palette an Bikes. Da wir sie aber speziell für jeden einzelnen Kunden aufbauen, ist eine persönliche Beratung in der Regel unumgänglich und ein Onlinekauf eine Ausnahme», erklärt Walker. Wer ein Velo wolle, der komme heute nach wie vor ins Geschäft, könne sich im Web dafür aber bereits sehr gut vorinformieren.
Ein Trend, der bei Thömus dafür immer mehr zu erkennen ist, ist die Nachfrage nach Kundendienst via Social Media. Insbesondere im Bereich E-Bikes, wo man mit dem Vertrieb in den USA und Deutschland auch international tätig ist, hat man laut Walker eine vermehrte Nachfrage nach solchen Dienstleistungen festgestellt. Vor allem in den USA sei es heute anscheinend Gang und Gäbe, sich via Twitter oder Facebook Support zu holen. In der Schweiz sei der Trend derweil noch gering. Trotzdem versuche man im Fall der Fälle so schnell wie möglich zu reagieren.

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