Lokale Nachrichten im Überblick

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Artikel erschienen in IT Magazine 2012/07

Vom Forschungsprojekt zum Start-up

Entstanden ist Newscron aus einem Forschungsprojekt der ETH, an dem Palme mitwirkte. «Wir wollten in dem Projekt herausfinden, wie lang ein Lead-Anriss eines Zeitungsartikels auf einem News-Aggregator sein muss, um die Nutzer auf die Original-Website der Zeitung zu lenken», so Palme, der derzeit an der ETH doktoriert. Die Resultate dieses Forschungsprojektes werden demnächst veröffentlicht. Zusammen mit anderen Studenten entwickelte Palme im Rahmen dieser Arbeit 2010 einen Prototypen des News-Aggregators Newscron. Dieser kam im Dezember 2010 in den App Store von Apple. «Es war eine sehr einfache erste Version, doch sie funktioniert und wurde von rund 500 Leuten genutzt», erklärt der 30-Jährige Tessiner. Deshalb entschied sich Palme, die Version im selben Jahr auf eigene Faust weiter zu entwickeln. Er programmierte während den Weihnachtsferien. Das Resultat nach laut eigenen Angaben 140 Litern Kaffee und 1440 Stunden akuter Schlaflosigkeit ist die Newscron-App, so wie sie heute erhältlich ist. «Mit der neuen Version, die seit Februar 2011 auf dem Markt ist, ging die Nutzerzahl rasch in die Höhe und inzwischen wurde Newscron bereits 30’000 Mal heruntergeladen», so Palme.

Finanziert durch Werbung

Die Applikation wird inzwischen auch für Android-Geräte angeboten. Die Android-Version ist bereits mit Werbung versehen, jene auf dem iPhone noch nicht. Da die App für Nutzer gratis erhältlich ist, sei das Ziel, mit Werbung etwas Geld zu verdienen. Doch um Werbung zu bekommen, braucht es eine gewisse Reichweite. Palme will in den nächsten drei Jahren rund 1 Million Nutzer erreichen. Zwar fasst Newscron derzeit noch vor allem die News aus Schweizer Medien zusammen und hat dementsprechend vor allem Schweizer Nutzer. Doch auch in Deutschland und Italien wird die App bereits heruntergeladen. Zudem will Palme langfristig auch in Frankreich aktiv werden. Um weiter zu expandieren, brauche er nun jedoch Investoren, die in das Start-up investieren möchten. Ansonsten werde es schwierig, weiter zu machen.

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