CIO-Interview: «Wir entwickeln und betreuen unser ERP selbst»

CIO-Interview: «Wir entwickeln und betreuen unser ERP selbst»

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/06
Also ist Ihre IT nicht überdurchschnittlich teuer?
Nein, ich behaupte sogar, wir bewegen uns kostenmässig eher im unteren Bereich. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass wir in der IT eine sehr geringe Fluktuation haben und somit Lösungen pragmatisch und schnell implementieren können.

Wo liegt der Grund für die treuen Mitarbeiter?
Beim guten Chef (lacht…). Aber ernsthaft: Hier spielen mehrere Komponenten hinein. Wir sind ein Familienunternehmen, in dem der Faktor «sozial» einen hohen Stellenwert hat. Wir bewegen uns zwar in einem kompetitiven Umfeld, aber uns sitzen keine Aktionäre im Nacken, die jedes Jahr noch mehr Geld fordern. Ausserdem ist der Job in der IT von Planzer für einen Informatiker interessant, weil wir noch sehr viel selber machen. Bei uns sieht der Informatiker, wie sich die Arbeit im Computer in der Praxis auswirkt – er sieht, wie eine Palette im Hochregal auch tatsächlich so abgewickelt wird, wie er es programmiert hat. Ausserdem bieten wir Möglichkeiten zur Weiterbildung, haben eigene Lernende und bilden teils auch Quereinsteiger intern aus.
Lösen Sie damit das Problem der Mitarbeiterrekrutierung in der IT?
Genau. Denn es ist enorm schwierig, auf dem Markt IT-Spezialisten zu finden. Doch wir haben 3700 Mitarbeiter im Unternehmen, und ich versuche, ein offenes Auge zu haben, um auch intern Mitarbeiter zu finden, die sich durch logisches Denkvermögen und Interesse an der Materie auszeichnen – unabhängig davon, wo sie arbeiten. Das Vorgehen bewährt sich, doch es ist auch zeitaufwendig, und nur begrenzt anwendbar. Wenn ich einen Projektleiter benötige, muss auch ich auf dem freien Markt rekrutieren.

Stichwort Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M): Hört man sich bei den Anbietern um, ist M2M ein grosses Thema der Zukunft. Wie sieht das bei Planzer aus?
Bei uns ist das seit 15 Jahren ein Thema. Unsere Fahrzeuge sind seit über zehn Jahren an die IT angebunden, genauso wie die Hochregallager und die Paket- und Förderanlagen. Für uns ist klar: Jede neue Maschine, die wir beschaffen, muss an die IT angebunden werden können.

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