Anpassung der Berufslehre an die Anforderungen der Betriebe

Anpassung der Berufslehre an die Anforderungen der Betriebe

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/06

Entwicklung Bildungsplan – im Vordergrund stehen Leistungsziele

Eine gemischte Gruppe von Betriebsleuten und Lehrkräften ist nun dabei, die Leistungsziele zu definieren. Hier entsteht ein Katalog von Arbeits-Leistungszielen für die Betriebe, der bisher fehlte. In diesem Dokument kann jeder Lehrbetrieb genau sehen, in welchen Gebieten die Lehrlinge eingesetzt werden müssen. Da bestand Handlungsbedarf – nicht formulierte Ausbildungsziele führten dazu, dass viele Betriebe die Lehre eher als Selbststudiumsaufenthalt denn als Arbeitseinsatz verstanden. Der Bildungsplan dient zudem als Lernzielkontrolle. Damit bekommen die Betriebe ein wertvolles Hilfsmittel für den Tagesgebrauch in die Hand. Es ist zu hoffen, auf diese Weise die Qualität im Arbeitseinsatz in den Betrieben deutlich zu erhöhen, die Lehre praxisbezogener zu machen.

Das bewährte Modulkonzept wird beibehalten

Das 2001 eingeführte Konzept von handlungsorientierten Modulen im Informatik-Unterricht an den Berufsfachschulen und in überbetrieblichen Kursen hat sich sehr bewährt. Es hat den Unterricht für alle Beteiligten transparent und verständlich gemacht. Entsprechend ist klar, dass dieses beibehalten wird. Die Module sind auf Ereignisse im Betrieb ausgerichtet und dauern in der Regel 40 Lektionen. Dadurch, dass die Module relativ offen formuliert sind, bleiben sie nach wie vor aktuell. Beispielsweise „einen Internet-Server in Betrieb nehmen“: Solange es solche Server gibt, wird man das Modul für Systemtechniker vorsehen.
Der Inhalt regelt die zu behandelnden Teilgebiete und was an Kompetenz zu erreichen ist. Er trifft heute wie vor 6 Jahren voll zu, dank dem, dass keine Produktehinweise festgehalten sind. Die Informatik kann auf einen guten Modulbaukasten stützen. Es wird laufend neue geben (wie bereits bisher), allerdings in kleiner Menge. Jetzt geht es darum, in der neuen Bildungsverordnung auch eine gewisse Modulwahl für die Betriebe sicherzustellen. Das Modulkonzept bildet zudem den Standardlehrplan für die Schulen und üK-Zentren.

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