Z4 berechnet P-16

Z4 berechnet P-16

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/04

50 Stunden Rechenzeit für 2,4 Sekunden Flug

Ein weiterer Zeitzeuge, Heinz Waldburger (später Informatik-Chef von Nestlé), ergänzt: «Es gab zeitraubende Rechnungen, etwa für den Sturzflug des Düsenflugzeugs P-16: Von Freitagabend bis Sonntagabend. Differenzialgleichungen mit variablen Koeffizienten zur Darstellung der Steuerbewegung des Piloten, der aus 300 Neigung die Horizontale erreichen will; Flugzeit: 2,4 Sekunden, Rechenzeit: 50 Stunden. Nach der ersten Nacht war auf meinem Millimeterpapier immer noch eine gerade Linie zu sehen.»

Grande Dixence, Zerfreila und Planetenbahnen

Wissenschaft und Industrie nutzten in der ersten Hälfte der 1950er Jahre die Z4 ausgiebig. Auftraggeber waren neben der ETH Zürich u.a. ABB, Ascom, Atel, Bühler, Bührle, Cern, Contraves, Empa, Flugzeugwerke Emmen, Leitz, Lokomotiv- und Maschinenfabrik, SBB, Siemens, Sulzer. Die Berechnungen betrafen z.B. die Staumauern Grande Dixence und Zerfreila, den Lokomotiv- und Turbinenbau, Raketenflugbahnen, die Wissenschaftszweige Astronomie, Chemie, Mathematik, Physik und das Ingenieurwesen.


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