Berufsweltmeisterschaft London: Schweiz bestätigt Spitzenplatz

Berufsweltmeisterschaft London: Schweiz bestätigt Spitzenplatz

Artikel erschienen in IT Magazine 2011/11

Erfolgreiche Schweizer Informatiker

Sandra Schmid, Sebastian Häni und Tobias Meier vertraten die Schweizer Informatik und waren sehr erfolgreich. Sie traten gegen 27 Länder an und behaupteten sich ausgezeichnet. Zwar gelang es ihnen nicht ganz, das Glanzresultat von Calgary mit einer Gold- und einer Bronzemedaille zu wiederholen, aber sie waren nahe dran und erwarben alle drei je ein Diplom. Tobias Meier erreichte Rang 4 – ihm fehlte ein einziger Punkt zur Bronzemedaille (538 Punkte). Sandra Schmid wurde 8. mit 516 Punkten und Sebastian Häni 11. mit 519 Punkten.

Sie setzten sich mit Abstand vor ihre europäischen Konkurrenten und wurden nur von den asiatischen Vertretern geschlagen. Das ist eine beachtliche Leistung, umso mehr, als Sandra Schmid und Sebastian Häni erst diesen Sommer die Lehre erfolgreich abgeschlossen haben. Zur WM zugelassen werden bis 22-jährige im WM-Jahr. Wir gratulieren unserem erfolgreichen Informatik-Team von Herzen für die ausgezeichnete Leistung. Sie haben eindeutig belegt, dass sie hoch über dem Durchschnittsnebel positioniert sind – wie Berge im herbstlichen Nebelmeer ragen sie heraus!

Knapp bemessene Zeit zur Lösung anspruchsvoller Aufgaben

Der Wettbewerb dauert vier Tage. In jedem «Trade» (die englische Bezeichnung für die Berufe) werden Dauer und Arbeitszeiten individuell geregelt. Unsere mussten 28 Stunden arbeiten. In dieser Zeit galt es, wirklich sehr anspruchsvolle Aufgaben ohne jegliche Nachschlagsmöglichkeit zu bewältigen. Die Zeit ist knapp bemessen – in der Regel werden nur die Besten fertig. Es ist absolut so, dass sehr erfahrene Berufsleute (mit hohen Salären) in vielen Fällen keine Chancen hätten. Wie auch im Sport ist festzustellen, dass das allgemeine Niveau laufend steigt. Kein Wunder, die Medaillenränge sind von Ländern und Politik äusserst begehrt und für die Volkswirtschaften wichtig. Es wird denn auch massiv in die Leute investiert. Pro Land darf übrigens nur eine Person je Beruf an die WM gehen und muss von einem Experten begleitet werden. Das so zusammengesetzte Expertenteam erstellt die Aufgabe und führt den Wettbewerb bis und mit der Korrekturarbeit und Rangliste durch.

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