Windows Home Server 2011 im Kleinunternehmen

Windows Home Server 2011 im Kleinunternehmen

Artikel erschienen in IT Magazine 2011/06

Administration via Dashboard

Die Verwaltung der Hauptfunktionen – Medienserver, Backup der angeschlossenen Clients und des Servers selbst, File Services und Remote Access – erfolgt über ein einfaches und verständliches Dashboard, das zu allen Funktionen auch ausgiebige Hilfetexte zur Verfügung stellt. Läuft der Server auf einem gewöhnlichen PC mit Tastatur und Bildschirm, lässt sich das Dashboard direkt auf diesem Gerät über den voreingerichteten Administrator-Account aufrufen und bedienen. Üblicherweise, und vor allem natürlich dann, wenn der Homeserver auf einer NAS-Appliance oder einer anderen Headless-Hardware betrieben wird, erledigt man die Konfiguration und Administration aber über einen der angeschlossenen Clients.

Das Dashboard zeigt auch aufgelaufene Warn- und Fehlermeldungen an, die sich nicht nur auf den Server, sondern vor allem auch auf die Clients beziehen. So wurde in der Testinstallation zum Beispiel korrekt vermerkt, dass auf dem angeschlossenen iMac eine Softwareaktualisierung bereitstand und der Virenschutz auf einem der PCs nicht mehr aktuell war. Windows Home Server verschickt diese Meldungen auf Wunsch auch an eine oder mehrere E-Mail-Adressen.

Verbindung via Browser

Der Anschluss eines Clients – die Basisdienste von Windows Home Server unterstützen sowohl Windows- als auch Mac-Systeme – geht absolut unkompliziert über die Bühne: Auf dem Client ruft man http://Name des Homeservers/connect auf, worauf ein Link zum Download der Connector-Software erscheint. Eine Einschränkung gibt es: Windows Home Server erlaubt pro Client nur eine einzige 1:1-Verbindung – sprich: Ein Client kann nur mit genau einem Windows Home Server verbunden werden, nämlich mit demjenigen, von dem die Connector-Software heruntergeladen wurde.

Ein zentrales Element der Connector-Software ist das Launchpad, mit dem sich Serverdienste wie Backup, Remote Web Access und Shared Folders aufrufen lassen. Via Launchpad wird auch die zweite Komponente der Connector-Software gestartet, das Dashboard – es steht allerdings nur auf Windows-Systemen zur Verfügung.

Mit Remote Web Access erweitert sich der Zugriff auf Dateien und Streaming-Dienste über das Heimnetzwerk hinaus aufs World Wide Web, ausserdem lassen sich damit die angeschlossenen Windows-Clients übers Web per Remote Desktop fernbedienen.

Die Funktion muss auf dem Server via Dashboard zuerst eingerichtet werden: Ein Wizard hilft bei der Konfiguration des Routers (Einrichtung einer statischen internen IP-Adresse für den Server, Forwarding der Ports 80, 443 und 4125). Für den Zugang übers Web wird zudem eine eigene Domain benötigt. Am einfachsten nutzt man dazu eine Subdomain unter homeserver.com, die Microsoft kostenlos zur Verfügung stellt. Die Einrichtung der Domain übernimmt der Wizard. Im Test funktionierten sowohl das Aufsetzen als auch der Betrieb des Remote Web Access reibungslos – mit einer Ausnahme: Wir mussten unseren Zyxel-Router manuell konfigurieren, und das Dashboard warnt trotz tadellos funktionierendem Remote Web Access stets, der Router arbeite nicht korrekt.

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