WLAN-Sicherheit leicht gemacht

WLAN-Sicherheit leicht gemacht

Artikel erschienen in IT Magazine 2005/11

Praktisch, aber nicht für alle

Im Test mit einem Zyxel-Router vom Typ Prestige 334WT und einem PC-Card-Funkadapter G-162 funktionierte das OTIST-Setup auf Anhieb tadellos. Einziger Wermutstropfen: Der volle Drei-Minuten-Suchzyklus wird grundsätzlich bis zum Ende durchlaufen; das WLAN wird erst danach wieder für den eigentlichen Verkehr verfügbar. Wenn bloss ein oder zwei Clients verbunden werden sollen, kommt einem die Warterei ganz schön lang vor.





Die OTIST-Technik ist zudem proprietär und muss sowohl im Access Point als auch im Funkadapter implementiert sein. Die WLAN-Selbstkonfiguration funktioniert daher zur Zeit nur mit einigen Zyxel-Produkten der neuesten Generation. Damit ist der Benutzerkreis stark eingeschränkt: Vor allem die zahlreichen Notebooks mit integriertem WLAN bleiben aussen vor – oder müssen zusätzlich mit einer OTIST-fähigen PC-Card ausgerüstet werden, was wohl die wenigsten Anwender tun werden. Aus technischen Gründen ist es eigentlich nicht einzusehen, wieso OTIST auf Client-Seite nicht als reine Software-Ergänzung zu bestehenden WPA-fähigen Funkadaptern implementiert werden kann; vielleicht fällt Zyxel ja noch eine entsprechende Lösung ein – dann liessen sich OTIST-Access-Points wenigstens mit beliebigen Clients einsetzen.


Anständige Geschwindigkeit

Das zweite Merkmal, das Zyxel beim Prestige 334WT herausstreicht, ist der «Superspeed»- oder G+-Enhanced-Modus, mit dem sich laut Hersteller eine Geschwindigkeit bis 125 Mbit/s erreichen lässt. Wie alle WLAN-Geschwindigkeitsangaben ist auch dies ein rein theoretischer Maximalwert, der allenfalls im Labor unter optimalen Funkbedingungen gilt und jeglichen Protokoll-Overhead unberücksichtigt lässt.




Unser Praxistest umfasste das Kopieren von 105 MB Daten (18 Dateien) von einem SMB-Share eines Linux-Servers auf ein Inspiron-8500-Notebook von Dell unter Windows XP Professional, das mit der Zyxel-Karte ausgerüstet wurde. Mit einem Abstand von acht Metern zwischen Router und Notebook und einer dazwischenliegenden Stahlbetonwand ergab sich bei eingeschaltetem G+-Modus ein Durchsatz von 26 Mbit/s an Nutzdaten; ohne Superspeed waren es 16,5 Mbit/s.
Mit dieser Leistung erweisen sich die Zyxel-Komponenten als gut abgestimmte Gesamtlösung – unser übliches 802.11g-WLAN mit einem Linksys-Access-Point und der integrierten Dell-Truemobile-Karte brachte es unter identischen Bedingungen nur auf 11,6 Mbit/s.

(ubi)
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