Einheitliches CRM für Tamedia

Einheitliches CRM für Tamedia

Artikel erschienen in IT Magazine 2010/09

Komplexe Anforderungen an das neue System

Mit dem neuen CRM-System sollten sich die Mitarbeiter im Anzeigenverkauf auf Verkaufsgespräche vorbereiten können. Das Marketing sollte die gewonnenen Kundendaten für eine Ansprache von potentiellen Lesern und Anzeigenkunden nutzen können, während man Controlling und Unternehmensführung Instrumente zur Erfolgskontrolle und -planung in die Hand geben wollte. Besondere Schwierigkeit dabei: Tamedia benötigt ein umfangreiches Rechtemanagement, das es ermöglicht, bestimmte Kundendaten zwar unternehmensweit zu teilen, andere Daten jedoch titel- oder beraterspezifisch, also nur für bestimmte Personenkreise, einsehbar zu machen. «Bei Tamedia gibt es mehrere, miteinander im Wettbewerb stehende Titel. Um den Anzeigenverkauf für das neue CRM zu gewinnen, mussten diese Interessen gewahrt bleiben», erläutert Kammerbauer.


Im Jahr 2007 begann die Eva-luation des Marktes. Es wurden insgesamt 15 verschiedene Unternehmen zur Präsentation eingeladen, darunter auch die Big Player des Marktes. Ende 2007 waren noch drei Unternehmen im Rennen, darunter BSI. An diese Anbieter ging ein detaillierter Anforderungskatalog (siehe Kasten). Bei einem Anwendertag wurden essentielle Funktionen der Systeme getes-tet. «Bereits damals erhielt BSI gute Bewertungen von den zukünftigen Anwendern. Sie schätzten die Einfachheit der Oberfläche und die unterschiedlichen Möglichkeiten, ein und denselben Prozess auszuführen», berichtet Kammerbauer. Die Entscheidung für BSI CRM fiel im Sommer 2008. Darauf wurde die Software spezifiziert, moderne, leistungsfähige Hardware beschafft und mit der Umsetzung begonnen.


SCRUM ermöglicht effiziente Zusammenarbeit

Seit Ende 2009 rollt BSI das CRM-System bei Tamedia nach und nach unternehmensweit aus. Der Anzeigenverkauf arbeitet bereits seit Anfang 2010 produktiv mit BSI CRM. Im Marketing des Tages-Anzeigers wird die CRM-Lösung bereits genutzt, bei 20 Minuten momentan eingeführt. Im weiteren Verlauf des Jahres folgen Controlling und Unternehmensleitung.


Die Projekteinführung bei Tamedia wurde nach der SCRUM-Methode implementiert. «Tamedia ist einer der ersten Kunden, bei denen wir SCRUM einsetzen», erinnert sich Jan Nielsen, Projektleiter bei BSI. Dabei wurde das Projekt in sogenannte Stories aufgeteilt. Eine Story besteht aus einer kurzen Beschreibung der Aufgabe für den Entwickler und kann im Gegensatz zur herkömmlichen Methode nach Fertigstellung getestet und abgenommen werden. Die einzelnen Stories werden regelmässig priorisiert, so dass die zentralen Aufgaben und Funktionen der CRMs früh im Projekt realisiert werden. «Man kann sagen, dass eine Story immer ungefähr einem Prozess entspricht. Das Entwicklungsteam bei BSI legt für jede dieser Stories gemeinsam mit uns die Abnahmekriterien und den benötigten Zeitraum dafür fest. An einem Customer Day, der etwa alle zwei Wochen stattfindet, werden dann die Stories abgenommen und neue festgelegt», fasst Kammerbauer zusammen. Kammerbauer ist mit dem Ergebnis zufrieden: «Die Zusammenarbeit unter SCRUM hat sehr gut funktioniert. Als Kunde sieht man, was gerade passiert und kann Prioritäten, wenn nötig, anders setzen.» Ausserdem hebt der Tamedia-Projektleiter die effektiveren Test-Verfahren hervor – im Vergleich zu herkömmlichen Entwicklungsmethoden.


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