Spendenkampagne per Social Network

Spendenkampagne per Social Network

Artikel erschienen in IT Magazine 2010/06

Vielfältige Projekte

Einige Beispiele aus den bisher realisierten Projekten: Das Team des Empfangs hat den Eingangsbereich des Hauptsitzes von KPMG in Zürich nach dem Motto «Back in Time» im Stil von 1910 mit passenden Büroutensilien und Alltagsgegenständen dekoriert, eine andere Gruppe erklärt die Steueroptimierung in Gebärdensprache, ein Mitarbeiter will am Strongman Run den inneren Schweinehund überwinden und im Zug der Vorbereitungen auf den anstrengenden Lauf auch gleich vom bisher starken Raucher zum Nichtraucher werden, ein 6er Team, das vorher noch nie einen derartigen Event gestaltet hat, organisiert eine Bühnenperformance, und der CEO hat vier Tage in einem Pflegeheim gearbeitet und berichtet über seine Erfahrungen aus diesem Seitenwechsel.


Die Kampagne verläuft offenbar erfolgreich: Bereits nach sieben Wochen Laufzeit sind 100‘000 Franken an Spenden zusammengekommen. Die Unterstützung für das erste Forschungsprojekt ist damit schon gewährleistet. Bis Mitte März wurden 40 Projekte mit insgesamt über 85 Projekteignern und mehr als 450 Projektmitgliedern registriert – ein ordentlicher Anteil der rund 1600 Mitarbeitenden nimmt also aktiv an der Kampagne teil.


Basis Amazee

Die Basis für den Growth Generator bildet die Social-Networking-Technologie von Amazee, wie Dania Gerhardt, COO des mit dem SwissICT Award 2009 und dem Techcrunch Award 2009 für die «Best Social Invention» ausgezeichneten gleichnamigen Zürcher Start-up-Unternehmens, ausführt: «Es handelt sich um ein erweitertes Social Network mit Personenprofilen, bei dem aber Projekte im Zentrum stehen. Die Plattform ist mit Blogs, Videos, Event-Einladungen, Pinwand, Umfragen und anderen Elementen stark auf die interaktive Projektzusammenarbeit ausgelegt.» Amazee betreibt selbst eine öffentliche Plattform für Projekte aller Art (www.amazee.com) und stellt die Technologie nach dem White-Label-Prinzip nun auch anderen Unternehmen und Organisationen zur Verfügung.


«Nach dem Entscheid für die Spendenkampagne standen wir vor der Wahl, entweder selbst eine passende Lösung zu entwickeln oder eine bestehende Plattform einzusetzen. Weil mir die Plattform von Amazee bereits vertraut war und unsere Anforderungen weitgehend erfüllt, haben wir uns ziemlich rasch dafür entschieden – mit dem verfügbaren Budget und dem Zeithorizont Ende Jahr war es schnell klar, dass dies die beste Lösung sein würde», schildert Urs Bucher den Entscheidungsweg.

Für Amazee kam das Interesse zum richtigen Zeitpunkt. Dania Gerhardt: «Es war ein ambitioniertes, aber gutes Projekt. Als ich die Anfrage von KPMG erhielt, waren wir gerade an der Entwicklung unseres Geschäftsmodells, hatten aber noch keinen White-Label-Kunden. Nach Gesprächen im Juli und August haben wir im September mit der Entwicklung begonnen und bis Ende Dezember intensiv an der Anpassung unserer Plattform gearbeitet.» Die Lösung stand schliesslich wie geplant nach den Weihnachtsferien bereit. Inzwischen hat Amazee weitere Kundenaufträge implementiert, darunter die Generationenplattform intergeneration.ch und die Online-Plattform zur Prosieben-Serie Flashforward.


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