Windows 7 im Griff

Windows 7 im Griff

Artikel erschienen in IT Magazine 2010/04

Probleme analysieren und lösen

Die IT-Staff weiter entlasten kann Windows 7 mit neuen Tools für die Problembehandlung, wie zum Beispiel mit der neuen Troubleshooting Platform (deutsch: Problembehandlung), die das bisherige Hilfe- und Support-Center ablöst. Das Programm diagnostiziert Probleme und liefert dann Lösungsvorschläge. Hilfe bietet man für die fünf Bereiche Programme, Hardware und Sound, Netzwerk und Internet, Darstellung und Anpassung sowie System und Sicherheit.


Der interessanteste Teil der Plattform sind die Troubleshooting Packs. Administratoren können damit selber Problemlösungshilfen entwickeln, diese auf der Plattform bereitstellen und so auf neue Art und Weise Support für Probleme aus ihrer eigenen, individuellen Windows-Umgebung anbieten. Troubleshooting Packs bestehen aus einer XML-Datei und Power-Shell-Scripts. Werden letztere mit Power Shell 2.0 erstellt, kann man die Packs auch ferngesteuert, also per Remote, versenden und ausführen lassen. Beim Erstellen der Packs hilft der Troubleshooting-Wizard.

Apropos Troubleshooting und Problembehandlung: Ausgangspunkt für die Lösung aller Probleme ist in Windows 7 das neue Wartungscenter (unten rechts in der Taskleiste, symbolisiert durch ein Fähnchen). Dort sammelt das System alle Probleme bezüglich Sicherheit, Wartung etc. Zur Lösung eines Problems nützlich sein kann ein weiteres, neues Tool, der Problem Steps Recorder. Ihn haben wir im dritten Teil der Windows-7-Serie bereits näher vorgestellt.



Verschlüsseln mit Bit Locker –

Mit Windows Vista hat Microsoft das Festplattenverschlüsselungs-Tool Bit Locker eingeführt, das nun in Windows 7 über erweiterte Funktio-nalitäten verfügt. Dazu gehört zum Beispiel, dass die benötigte, versteckte Boot-Partition neu bereits direkt und automatisch bei der Installation erstellt wird. Das nachträgliche, meist umständliche Erstellen dieser Partition entfällt so. Weiter wurde das Wiederherstellen von verschlüsselten Daten vereinfacht. Ein Data Recovery Agent und ein Generalschlüssel helfen dabei. Ausserdem kann der Administrator Bit Locker unter Windows 7 mit einigen zusätzlichen Gruppenrichtlinien kombinieren und beispielsweise bestimmte Regeln für die Passworterstellung festlegen oder bestimmen, dass nur noch auf Bit-Locker-verschlüsselte Datenträger gespeichert werden darf.


Weiter gibt es in Windows 7 neu eine Bit-Locker-Variante zur Verschlüsselung von mobilen Speichermedien, wie USB-Sticks oder externen Harddisks. Für das Aktivieren von Bit Locker To Go reicht ein Klick mit der rechten Maustaste auf das Symbol des Gerätes im Arbeitsplatz. Man hat die Wahl, ob man ein Passwort und/oder eine Smartcard zur Verschlüsselung verwenden will. Vor dem Einsatz von Bit Locker To Go sind folgende Dinge unbedingt zu beachten:

? Dateien auf einem mit Bit Locker To Go verschlüsselten Datenträger können dank einem Reader, der beim Verschlüsseln auf das Speichermedium kopiert wird, in allen Windows-Versionen ab XP geöffnet und gelesen werden. Das gilt allerdings nur, wenn der Datenträger mit dem Dateisystem FAT/FAT32 formatiert wurde, NTFS wird nicht unterstützt.

? Für Schreibzugriff auf den verschlüsselten Datenträger benötigt man zwingend ein Windows-7-System mit Bit Locker To Go.


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