Synchronisation ohne Exchange

Synchronisation ohne Exchange

Artikel erschienen in IT Magazine 2010/03

Vertrauen nötig

Die eigentliche Implementation der Lösung im vergangenen Herbst war keine grosse Sache, wie Fehlmann zu berichten weiss. «Nach dem Abschluss des Tests haben wird den Auftrag an Ecfos erteilt und einen Zugang via Webbrowser zu unserem Kundenkonto erhalten. Dort konnten wir dann, basierend auf der Anzahl unserer Lizenzen, die Benutzerkonten eröffnen und zuteilen.» Für die Anbindung von Notifylink an unsere Groupwise-Infrastruktur mussten zudem einige definierte Ports an der Firewall des Verlags geöffnet werden. Nun funktioniert das Ganze so, dass Notifylink alle fünf Minuten die Änderungen der Groupwise-Accounts abfragt und überträgt. Diese Änderungen – neue Mails zum Beispiel – werden dann beim Hoster zwischengelagert, bis sie vom User beziehungsweise dessen Smartphone abgeholt werden. In die umgekehrte Richtung funktioniert dies genau gleich.


«Durch die gehostete Variante ist natürlich nötig, dass der Hoster Zugriff auf den Account des Users hat. Der User muss also sein Groupwise-Passwort der Firma Ecfos überlassen. Dies setzt natürlich ein gewisses Vertrauen in den Partner voraus.»

Für die Endgeräte stellt sich Notifylink als Exchange-Server dar, das heisst der Host verhält sich nach aussen wie ein Exchange-Server. Mit dem Exchange-Server können wie eingangs erwähnt praktisch alle Endgerät-Plattformen kommunizieren. Es hätte auch die Variante gegeben, einen Client auf den Endgeräten zu installieren. «Doch wir wollten vermeiden, einen weiteren Client installieren zu müssen. Allein schon deshalb, weil dieser auf jedem Endgerät wieder anders ausgesehen hätte, und man so indirekt wieder eine gemischte Umgebung erhalten hätte.»



Mehrheitlich positives Fazit

Fehlmanns Fazit nach rund einem halben Jahr fällt positiv aus: «Die Lösung läuft gut.» Eigentliche Probleme habe es keine gegeben, es habe zu Beginn einfach eine Weile gedauert, bis die IT-Abteilung von Finanz und Wirtschaft wusste, wie das System funktioniert und was bei der Einrichtung beachtet werden muss. Geschult worden seien die Mitarbeiter von Ecfos nicht. Man habe die Dokumentation von der Website des Anbieters heruntergeladen, und diese gleich für die eigenen Bedürfnisse angepasst und als Manual verwendet. «Hier dauerte es halt eine Weile, bis wir uns in die Software hineingefunden haben. Dies ist aber bei einer neuen Lösung normal.»

Man sei mit diesem Vorgehen schon klargekommen, erinnert sich Fehlmann zurück. Trotzdem könnte er sich vorstellen, dass bei der Grundeinrichtung des Systems etwas mehr Support seitens des Anbieters oder eine für die Kundenumgebung spezifische Dokumentation das Leben der IT-Abteilung etwas vereinfacht hätte. Er fügt aber an: «Wenn Probleme aufgetaucht sind, hat der Support wirklich hervorragend funktioniert – ein Telefonat, und man hat einen kompetenten Support-Mitarbeiter am Apparat.» Das war sehr angenehm und ist längst nicht überall so.


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