Netzwerken ohne Kabelsalat

Netzwerken ohne Kabelsalat

Artikel erschienen in IT Magazine 2009/08

Über 1000 Access Points auf der ganzen Welt

Nachdem mit Aruba der passende Partner und Hersteller gefunden wurde, ging es an den Aufbau des umfassenden Netzwerks, der einige Zeit in Anspruch nahm. Insgesamt 1100 Thin Access Points (Thin APs) und mehr als 90 Mobility Controller mussten in ganz Europa sowie in Australien, China, Russland und den USA installiert und in Betrieb genommen werden. Ungefähr ein Drittel dieser derzeit von Henkel genutzten Access Points ist in der Verwaltung und in den Warenlagern in Düsseldorf im Einsatz, der Rest über die ganze Welt verteilt. Alles musste schnell gehen. Denn ins WLAN klinken sich heute alle Notebooks von Mitarbeitenden oder Schulungsteilnehmern genau so ein wie einige hundert Handscanner aus dem Warenlager, die in Echtzeit Logistikdaten an das SAP-System schicken.


Die neue WLAN-Infrastruktur von Henkel besteht aus sogenannten Thin APs und einem Wireless Switch, im Fall von Aruba einem Mobility Controller. Dieser ist verantwortlich für die Konfiguration und Steuerung der Thin APs, die nur noch als Vermittler zum Client agieren. Die komplette WPA2-Verschlüsselung und 802.1x-Authentifizierung findet direkt zwischen den Clients und den Controllern statt. Für jede Domänen-Installation (DNS) wird ein Mobility Controller als lokaler Master und redundante lokale Controller für Business Continuity eingesetzt. Verwaltet wird das gesamte Netzwerk zentral vom Hauptsitz Düsseldorf aus, und zwar mit der Airwave Management Platform.

Die neue WLAN-Architektur ist laut Detlef Feistl vor allem bei der Inbetriebnahme neuer Access Points und bei Software-Upgrades effizient. «Die Umstellung auf WPA2 in den europäischen WLANs von Henkel war innerhalb von zwei Stunden abgeschlossen. Bei einer klassischen Access-Point-Infrastruktur hätte dieses Projekt mindestens zwei Wochen in Anspruch genommen», gibt Feistl ein Beispiel.


Das Wireless LAN von Henkel besteht aber noch aus einem weiteren, ganz zentralen Feature: Die Netzwerkkonfiguration und die Frequenzverwaltung der eingesetzten Geräte erfolgen automatisch. Das ist nötig, weil die Lösung wie erwähnt in ganz unterschiedlichen Ländern zum Einsatz kommt und dort verschiedene Gesetze herrschen. Wie bei den Funkfrequenzen, die man benutzen darf, beispielsweise.



Pläne für die Zukunft – WLAN im Home Office

Das WLAN von Henkel steht nun seit einigen Monaten. Allerdings ist das Projekt damit nur teilweise abgeschlossen beziehungsweise das Netz wird laufend erweitert werden. Henkel prüft derzeit beispielsweise die Remote-Access-Point-Lösung von Aruba, mit der das Unternehmens-WLAN auch bei den Mitarbeitern zu Hause, also im Home Office, bereitgestellt werden kann.


Weiter ist bei Henkel die Aruba-Mobility-Management-Lösung im Gespräch, die neben verfeinerten Managementfunktionen eine detaillierte und umfangreiche Analyse des Funkverkehrs inklusive Traffic-Optimierung ermöglichen soll. Ausserdem plant man demnächst ein Voice-over-Wi-Fi-Angebot aufzubauen, zumindest hat man von Aruba das WLAN so bauen lassen, damit ein Layer-3-Roaming später ganz sicher möglich ist.

(mv)
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