Casinos gewinnen mit Outsourcing

Casinos gewinnen mit Outsourcing

Artikel erschienen in IT Magazine 2009/07

Problem- und Support-Fälle

Bislang klingt alles schön und gut. Aber in der Regel hat jede Lösung ihre Sonnen- und Schattenseiten. Wo liegen oder lagen die Probleme? «So ein Komplett-Outsourcing ist immer eine Herausforderung», berichtet Patrick Mastai. Deshalb habe es – ganz und gar nicht überraschend – auch einige Probleme gegeben. Das grösste sei sicherlich das Auslagern und Bereitstellen der ERP-Lösung Axapta gewesen. Konkret habe man zu Beginn Performance-Probleme gehabt. Also musste man, obwohl es eigentlich funktionieren sollte und man alles probierte, den virtuellen Axapta-Server durch einen dedizierten, physischen ersetzen. «Swiss Casinos hatte zu grosse Reporting-Datenmengen, die den virtuellen Server zu stark auslasteten und die Performance beeinträchtigten», meint Thomas Sprecher. Ein weiteres Problem ergab sich mit einem Excel-Add-on namens Atlas, das man nun via dedizierten Terminal-Server bereitstellen muss.


Diese zwei und weitere, kleine Rückschläge gab es also. Für Swiss Casinos aber kein Grund zur Beunruhigung oder zu Groll, im Gegenteil: «Die Praxis holt einen halt manchmal ein», bilanziert Patrick Mastai. Und solche Problemsituationen gehe man dank dem Komplett-Outsourcing nun auch viel gelöster an, schliesslich müsse man sich nicht mehr selber darum kümmern, sondern der Dienstleistungspartner, in diesem Fall die Wagner AG. Doch auch dort sieht man die Sache gelassen und verweist auf das gute Support- und Technikerteam.

Stellt sich die Frage, wie die Abläufe aussehen, wenn tatsächlich ein Problem auftritt. In diesem Fall wendet sich der Mitarbeiter an den einzelnen Standorten an einen IT-Leiter sowie einige Power-User. Diese versuchen, die Probleme zu lösen und leiten, wenn es nicht klappt oder nicht möglich ist, die Anfrage an den Hauptsitz in Zürich oder direkt an den Wagner-Servicedesk weiter, wo ein fester Mitarbeiter zur Verfügung steht. Dieser trifft sich ausserdem wöchentlich zu einer Sitzung mit den IT-Verantwortlichen von Swiss Casinos und bespricht aktuelle Themen und Probleme.



Migration auf Office 2007 geplant

Wagner und Swiss Casinos arbeiten nun schon seit ein paar Jahren zusammen. Und wie es aussieht, wird diese Zusammenarbeit auch in den kommenden Monaten weitergehen. Gemeinsam hat man auf jeden Fall bereits einige zukünftige Projekte angedacht. «Wir möchten demnächst Office 2007 einführen», erklärt IT-Leiter Patrick Mastai. Das wird auf technologischer Seite gar kein Problem sein. Die Angestellten von Swiss Casinos werden ab einem bestimmten, fixen Zeitpunkt einfach mit der neuen Büro-Software arbeiten, ohne dass vorher an ihren Clients manuell irgendein Update vorgenommen werden musste. Wagner wird ganz einfach ein neues Paket zur Verfügung stellen mit Office 2007. Viel schwieriger wird es für Mastai und sein Team sein, die Mitarbeiter an das neue Office zu gewöhnen.


Auf die Angestellten von Swiss Casinos kommt aber bald noch eine weitere grosse Neuerung zu: Man plant nämlich die bestehenden Desktop-Rechner bald mit Thin Clients zu ersetzen. Einhergehend damit möchte man auch gleich den Schritt von der Applikations- zur Desktop-Virtualisierung machen. Kein Problem, meint Wagner. «Wir haben bereits Erfahrung auf diesem Gebiet, das wäre nichts Neues für uns», erklärt Thomas Sprecher. Ein weiteres, angedachtes Projekt ist ein Intranet auf Basis von Microsoft Sharepoint. In Zukunft wird also vermutlich noch einiges mehr von Wagner betreut und von Swiss Casinos aus der Steckdose bezogen werden.


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