Virtuelle Desktops

Virtuelle Desktops

Artikel erschienen in IT Magazine 2009/06

VMware bleibt Marktführer bis 2012

Das Ergebnis der Gartner-Studie erstaunt wenig, hat VMware doch erst kürzlich seine Lösung VMware View 3 (ehemals VMware VDI) experimentell mit einem Offline-Desktop-Feature ausgestattet. Damit können virtuelle Desktops zwischen Rechenzentrum und einem lokalen Notebook verschoben werden. Laut VMware können Anwender den virtuellen Desktop also aus dem Rechenzentrum ausleihen und auf einem herkömmlichen Rechner benutzen. Dank Offline-Desktop steht der virtuelle Desktop somit auch bei fehlendem Netzwerk zur Verfügung. Bislang handelt es sich dabei aber erst um ein experimentelles Feature, das bislang nur für Testzwecke genutzt werden soll.


Auch die Konkurrenz schläft nicht. So verfügt Microsoft bereits über eine Desktop-Virtualisierungs-Lösung, in Zusammenarbeit mit den Partnern Citrix und Quest. Zudem wird der Windows Server 2008 R2 über eine Out-of-the-Box-Funktionalität für Virtual Desktop Infrastructure (VDI) verfügen. Allerdings verzichten die Redmonder beim demnächst verfügbaren Windows Server 2008 auf eine VMware-ähnliche Offline-Desktop-Funktion. Virtualisierungspartner von Microsoft sollen aber entsprechende Erweiterungen bereitstellen. Wann die Erweiterungen lanciert werden, ist aber noch nicht bekannt.

Citrix hat derweil angekündigt, im zweiten Halbjahr 2009 eine Virtualisierungs-Lösung namens «Xen Client» zu lancieren, die es ermöglichen soll, zentrale virtuelle Desktops mit der Lösung zu synchronisieren und offline als auch mobil auf dem Xen Client zu betreiben. Bei Bedarf lassen sich die Desktops auch wieder ins Datacenter zurückkopieren.


Bei Parallels hingegen gibt man keine Auskunft darüber, ob die nächste Version ihrer Lösung ein ähnliches Feature wie Offline Desktop mit sich bringen wird. Allerdings lässt das Unternehmen verlauten, dass man nicht davon ausgehe, dass es sich dabei um ein Killerfeature handeln wird. Dafür sei es zu aufwendig und setze zuviel voraus, so dass der Nutzen nur in sehr bestimmten Fällen wirklich gegeben sei.



Vorteile virtueller Desktops

Performance und Sicherheit werden durch Desktop-Virtualisierung gesteigert, verkündet man bei Citrix. Da alle Anwendungen zentral für alle Nutzer zur Verfügung gestellt werden, entfalle die mühsame Installation jedes einzelnen Rechners, so Citrix weiter. Ausserdem sei der Desktop zu jedem Zeitpunkt verfügbar, egal zu welchem Zeitpunkt und mit welchem Gerät der Anwender darauf zugreifen wolle.


Die im Rechenzentrum virtualisierten Desktops können zudem während des Betriebs von einem Server auf einen anderen verschoben werden, ohne dass die Anwender ihre Arbeit unterbrechen müssen. Des weiteren sind laut Citrix durch die zentrale Bereitstellung der Hard- und Software-Funktionen keine Kopien benötigt. So lasse sich bis zu 90 Prozent des Speicherbedarfs auf Festplatten einsparen und auch die Supportkosten würden reduziert.

Etwas anders schätzt man die Lage bei Microsoft ein. Laut den Redmondern ist nicht mit grossen Kosteneinsparungen zu rechnen. Der Vorteil der Desktop-Virtualisierung liege klar in der Flexibilität.



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