Silverlight 2 im Real-Einsatz

Silverlight 2 im Real-Einsatz

Artikel erschienen in IT Magazine 2009/03

Silverlight-Business-Applikation

Bereits seit Version 1.0 mit Silverlight am entwickeln ist das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Altran. «Wir haben damit erste grafische Controls für eine ASP.NET Applikation ent­wickelt», erzählt Frederic de Simoni, Senior Consultant von Altran. Doch wirklich los ging es mit Silverlight auch hier erst mit Version 2 und dank des .NET-Frameworks «anstelle von un­übersichtlichen Java­Script-Codes», so de Simoni.



Altran hat mit Silverlight 2 eine prozessbasierte Ressourcen- und Informationsverwaltungssoftware, die im Browser läuft, entwickelt. Insgesamt waren vier Personen an der Entwicklung des Clients beteiligt. Zwei zeichneten sich verantwortlich für das Design und die Konfiguration der Masken, während die anderen die Entwicklungsarbeiten übernahmen.



Auch bei der Altran-Applikation stand wie bei comparis.ch von Anfang an die Anforderung im Mittelpunkt, eine einfache, schnelle und intuitive Benutzerführung zu gewährleisten. Der Hauptgrund für Silverlight war aber ein anderer: Man wollte unbedingt eine browserbasierte, serviceorientierte Lösung. «Für Silverlight 2 und gegen andere ähnliche Technologien sprachen die breite Erfahrung im .NET-Bereich und das einfache Zusammenspiel mit weiteren von uns eingesetzten Microsoft-Technologien wie SQL Server, WF und WCF», erklärt Frederic de Simoni. Und de Simoni geht noch einen Schritt weiter: «Silverlight 2 macht einfach Spass.» Endlich können laut ihm Browser-Applikationen entwickelt werden, die sich anfühlen wie Windows-Applikationen, und dies erst noch ohne zeitraubende CSS-Hacks für die Browserkompatibilität. «Und dank dem umfangreichen Subset des .NET Frameworks (mit LINQ, Threading, Reflection etc.) auch ernsthafte Businessapplikationen, wie die unsere», so de Simoni.



Die Gesamtentwicklung des «Altran Information Manager» dauerte knapp zwei Jahre, wovon drei Personenmonate für das Design und die Entwicklung des Silverlight 2 Client aufgewendet wurden. Dank Prototyping in der Beta-Phase, konnte fast zeitgleich mit dem Release von Silverlight 2 auch der «Altran Information Manager» Client fertiggestellt werden. Im November 2008 wurde er im Kundenkreis gelauncht. Der Commercial Release wird voraussichtlich im April nach Abschluss verschiedener Pilotprojekte verfügbar sein.




Silverlight 3 und Kundenwünsche

Sowohl Benedikt Unold von comparis.ch und Frederic de Simoni von Altran sowie ihre Entwicklungs-Teams arbeiten scheinbar mit Freude und Spass mit Silverlight 2. Doch natürlich ist man nie restlos zufrieden, es gibt einige Wünsche an Microsoft und an kommende Silverlight-Versionen.



Bei comparis.ch sind es zwei: «Bezüglich der Tools steht ein verbesserter XAML-De­signer in Visual Studio ganz oben auf der Wunschliste der Entwickler», erklärt uns Benedikt Unold. Der zweite betrifft das Präsentations-Framework von Silverlight. Es fehlen laut Unold noch einige Komponenten, die man sich von ASP.NET gewohnt ist, zum Beispiel Validierungen. Auch im Bereich Lokalisierung gebe es noch Verbesserungsmöglichkeiten. Auch Frederic de Simoni sieht noch Potential im .NET-Bereich. «Trotz grossem Umfang der .NET Runtime für Silverlight stösst man immer wieder an Grenzen. Angefangen beim noch sehr begrenzten Binding, welches kein XML-Binding out-of-the-box anbietet. Auch Controls wie das DataGrid sind noch relativ beschränkt und nicht fehlerfrei», erklärt er. Weiter vermisst er noch Funktionalitäten aus dem WPF. Oft baue man die nach. «Aber WPF und Silverlight sollen ja längerfristig zusammenwachsen», meint de Simoni. Er wartet auf jeden Fall gespannt, welche Funktionalitäten mit Version 3 kommen.



Apropos Silverlight 3: Viel ist darüber noch nicht bekannt, Microsoft hat bisher nur den Support für H.264-Videos und AAC-Audio-Files sowie die Einbindung von 3D-Hardware-Beschleunigung bekannt gegeben. Viele weitere Details darf man für die MIX (18. bis 20. März) erwarten. Ein weiteres heisses Thema wird dort Silverlight Mobile sein. Unsere beiden Firmen sind auch daran interessiert. Für die Entwicklung einer erfolgreichen, eigenen Applikationen sei aber eine plattformübergreifende Lösung Pflicht.




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