Die von
Microsoft vergangene Woche veröffentlichten Security-Updates sind neben diversen anderen Problemen auch dafür verantwortlich, dass sich Windows-11-Nutzer nicht mehr an der Domäne anmelden können. Laut "
Bleeping Computer" haben sich in den einschlägigen Foren zahlreiche Windows-Nutzer darüber beklagt, dass nach dem Einspielen der Updates die Vertrauensstellung zur Domäne verloren geht und Anmeldungsversuche an einem lokalen Active Directory fehlschlagen.
Microsoft hat den Bug daraufhin bestätigt und erklärt auf den
Windows-Health-Seiten, das Problem stehe im Zusammenhang mit der durch die Updates aktivierten Funktion Machine Identity Isolation. Das Update aktiviert die Funktion allerdings nicht selbst, sondern sorgt dafür, dass alle Policies und Einstellungen für die Aktivierung berücksichtigt werden. Die Funktion sollte aber nur im Zusammenspiel mit Windows Server 2025 aktiviert werden. In allen anderen Szenarien sollte sie abgeschaltet werden.
Microsoft empfiehlt als Workaround die Deaktivierung der Machine Identity Isolation, sei es via Intune, Gruppenrichtlinie oder Registry-Eingriff, je nachdem wodurch die Isolierung aktiviert wurde. In letzterem Fall wird empfohlen, den Registrierungsschlüssel MachineIdentityIsolation auf 0 zu setzen, wenn der Wert auf 2 steht. Unter Windows 11 findet sich der Wert unter folgenden Registry-Pfaden:
KLM\ SYSTEM\ CurrentControlSet\ Control\ Lsa\ MachineIdentityIsolation
HKLM\ SOFTWARE\ Policies\ Microsoft\ Windows\ DeviceGuard\ MachineIdentityIsolation
Microsoft verspricht, das Problem in einem künftigen Update anzugehen, indem die Machine Identity Isolation zwischenzeitlich ausgesetzt und das Feature verbessert wird. Vom Problem sind alle derzeit unterstützten Windows-11-Versionen betroffen.
(rd)