Der taiwanesische Chiphersteller
Mediatek präsentiert mit dem Dimensity 9600 Pro sein erstes SoC auf Basis eines 2-Nanometer-Produktionsprozesses, wodurch sich der Energiehunger bei Multi-Core-Verarbeitung um 61 Prozent reduzieren soll. Der bietet insgesamt acht Kerne (2 ARM C2 Ultra mit 2 MB L2-Cache und 6 ARM C2-Pro mit unterschiedlicher Cache-Ausstattung (3x 1 MB, 3x 512 KB)). Dazu kommen 34,5 MB L3-Cache. Mediatek beziffert die Leistungssteigerung gegenüber dem Vorgänger-Chip auf 17 Prozent bei Single-Core- und 15 Prozent bei Multi-Core-Prozessen. Der Dimensity 9600 Pro unterstützt LPDDR6-Memory, womit bisherige Einschränkungen bei der Speicherbandbreite, die ihrerseits die KI-Leistung beeinträchtigten, gemildert werden. Ebenfalls neu ist der Support für USF-5.0-Storage.
Zusätzliche KI-Power kommt von der NPU 1090, die mit einer Dual-NPU-Architektur arbeitet und die Token-Generierung pro Watt um 55 Prozent verbessern soll – es soll damit möglich werden, lokal auf dem Gerät KI-Modelle mit bis zu 30 Milliarden Parametern zu betreiben. Die GPU-seitig bietet die integrierte G2-Ultra-NX-GPU laut dem Hersteller bis zu 185 Frames pro Sekunde und 18 Prozent schnelleres Raytracing. Mit an Bord sind Wi-Fi 7, Bluetooth 6.2, 5G sowie Support für Kameras mit Sensoren bis 200 MP.
Neben dem Dimensity 9600 pro führt Mediatek auch den kleinen Bruder Dimensity 9600 M ein, der etwas schwächer ausgestattet ist. Er bietet ebenfalls acht Kerne, aber vom Typ ARM C1 (1x Ultra, 3x Premium und 4x Pro), 16 MB L3-Cache und unterstützt LPDDR5X-Memory. Bei der GPU handelt es sich um eine Mali-G1 Ultra MC12, die NPU nennt sich NPU 990. Interessanterweise unterstützt dieser Chip Kameras mit Sensoren bis 320 MP.
(ubi)