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86 Prozent der ICT-Fachkräfte arbeiten wöchentlich mit KI
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86 Prozent der ICT-Fachkräfte arbeiten wöchentlich mit KI

Die ICT-Branche ist als implementierende Kraft nicht nur massgeblich für den KI-Rollout verantwortlich, sie nutzt KI auch recht intensiv. Eine Studie gewährt Einblicke, wie Arbeitnehmende und -geber die aktuelle Situation in der Schweizer ICT sehen.
9. September 2026



Die ICT-Branche ist nicht nur zentraler Implementierungspartner für die KI-Ära, sie nutzt die Technologie selbst auch intensiv, womit sich das Arbeitsumfeld und die Anforderungen massgeblich verändern. Dies stelle eine neue Studie fest, die die Gewerkschaft Syndicom beim Forschungsinstitut Ecoplan in Auftrag gegeben hat. Untersucht wurden dabei die Verbreitung und Nutzung, die wahrgenommenen Veränderungen im Arbeitsalltag, die Bedeutung von Know-how und beruflicher Entwicklung sowie die Rahmenbedingungen und die Unterstützung der Arbeitnehmer durch die Unternehmen. Nicht im Scope der Studie stand derweil die Frage, wie viele oder welche Stellen durch KI ersetzt werden könnten.


86 Prozent der Befragten arbeiten mindestens wöchentlich mit KI, nutzen diese aber oft in einer unterstützenden Rolle. Dass ganze Arbeitsschritte vollumfänglich an KI übergeben werden, ist eher die Ausnahme. Vor allem bei entwicklungs-, wissens-, text- und datenbezogenen Aufgaben ist der Einsatz üblich, während bei betrieblichen, führungsbezogenen und Infrastruktur-Tätigkeiten noch Zurückhaltung herrscht. Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, trotz KI-Einsatz etwa gleich viel Zeitaufwand für die Arbeit zu haben, 37 Prozent geben an, mit KI Zeit einsparen zu können. Bereiche wie Kommunikation, Marketing, Entwicklung und Wissensmanagement profitieren am stärksten. Die Anforderungen seien derweil etwa gleichgeblieben, aktuell sprechen nur 20 Prozent der befragten von höheren Anforderungen. Unter dem Strich gab aber doch mehr als die Hälfte der Befragten an, dank KI sowohl produktiver als auch sicherer zu sein.
Besonders betont wird, dass Fachwissen und Urteilsvermögen in der KI-Ära zentral bleiben. Themen wie Datenschutz, Datenqualität und die Einordnung von Ergebnissen verlangen weiter tiefes Fachwissen und viel Sensibilisierung. So ist das Thema Know-how-Aufbau zentral: Viele Befragte lernen den Umgang in der praktischen Anwendung und wünschen sich mehr Lernmöglichkeiten rund um KI. Weiter zeigen die Ergebnisse auch, dass der aktive Miteinbezug der Mitarbeitenden und gegebenenfalls auch der Sozialpartner durchaus erwünscht ist.

Im Fazit von Syndicom heisst es, dass für die weitere Entwicklung daher nicht nur technische Werkzeuge entscheidend sein werden. "Wichtig sind auch klare Regeln und Leitlinien, sichere und geeignete Anwendungen, praxisnaher Kompetenzaufbau, transparente Informationen und eine sichtbare Planung der künftigen Fähigkeiten, Profile und Arbeitsprozesse."


Die Ergebnisse basieren auf einem Online-Fragebogen, den 492 Schweizer ICT-Angestellte ausgefüllt haben und der auf Basis bestehender Publikationen und Fachgesprächen mit 87 Führungspersonen erstellt wurde. Syndicom weist auch darauf hin, dass die Ergebnisse als Momentaufnahme interpretiert werden sollten und damit nicht auf die ganze Branche hochgerechnet werden können. (win)


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