Unter dem Namen Project Zenith will
Microsoft Entwicklern eine spezielle Windows 11 Version anbieten, die für die Softwareentwicklung eine unter dem Motto „Ready to Code out of the Box“ vorkonfigurierte Umgebung samt vorinstallierten Tools bereithält. Entwickler müssen mit Zenit ausgestatteten PCs nicht mehr mühsam einrichten sondern können sofort mit ihrer Arbeit beginnen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von KI-Anwendungen. Project Zenith läuft allerdings nicht auf beliebigen PCs: unterstützt werden Geräte der „Developer-Klasse“ mit besonders starker Prozessorausstattung, mindestens 64 GB Unified Memory und einer Memory-Bandbreite von mindestens 250 GB pro Sekunde. Als Erstes sollen PCs mit AMD Ryzen AI Halo in den Genuss von Zenit kommen, weitere OEM- und Prozessor-Partner sollen in den kommenden Monaten folgen.
Zu den vorinstallierten Entwicklungstools gehören Visual Studio Code, Github Copilot, Power Toys, WinAppCLI und Windows Dev Skills. Dazu kommen weitere Tools wie intelligent Terminal, Powershell 7, Github und Azure CLI oder Oh My Posh. Ebenfalls mit an Bord sind verschiedene Programmiersprachen und Frameworks wie etwa Python 3.14+ oder .Net 10. Ausserdem sind verschiedene Systemeinstellungen fürs Coding optimiert, zum Beispiel Settings für den File Explorer, die Suche, das Startmenü und die Taskbar. So zeigt zum Beispiel der File Explorer standardmässig Versteckte Dateien sowie die Endungen der Filetypen an und präsentiert in der Titelleiste den vollen Pfad der angewählten Datei, und in der Suche und im Startmenü ist die Command Palette aktiviert. Von Anfang an integriert ist zudem das Windows Subsystem for Linux. Dies erlaubt, dass Linux-Container nativ auf im System laufen können. Und damit Systemmeldungen bei der Entwicklung nicht stören, sind verschiedene Elemente, die auf Standard-Windows-Systemen stets aktiv sind, auf Zenith-PCs per Default deaktiviert, so etwa Tipps und Benachrichtigungen im Startmenü oder die Anzeige kürzlich genutzter Dateien und Ordner.
Die ziemlich hohen Mindestanforderungen an Zenith-fähige PCs sollen gewährleisten, dass auch umfangreichere KI-Modelle lokal laufen können – unter anderem, um den Tokenverbrauch bei den gängigen KI-Anbietern zu reduzieren.
Ein Artikel von "Windows Latest" zeigt jedoch auf, wie sich eine mit Zenith vergleichbare Umgebung auch auf normalen PCs installieren lässt – dann einfach ohne die Möglichkeit, grosse Sprachmodelle mit 30 Milliarden und mehr Parametern lokal zu betreiben. Dazu sind nur einige winget- und git-Befehle erforderlich.
(ubi)