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Initiative fordert Rückerstattung für vorinstallierte Windows-Lizenzen
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Initiative fordert Rückerstattung für vorinstallierte Windows-Lizenzen

Die Initiative Refund4Freedom fordert PC-Hersteller dazu auf, Käufern die Kosten für vorinstallierte Windows-Lizenzen zurückzuerstatten, wenn diese das Betriebssystem nicht nutzen möchten.
1. September 2026



Eine europäische Verbraucherinitiative fordert PC-Hersteller dazu auf, Käufern die Kosten für vorinstallierte Windows-Lizenzen zurückzuerstatten, wenn diese das Betriebssystem nicht verwenden möchten. Die Kampagne Refund4Freedom kritisiert, dass der Preis für Windows bei vielen Komplett-PCs bereits im Kaufpreis enthalten ist und Kunden häufig keine Möglichkeit haben, die Lizenz abzuwählen. Betroffen sind insbesondere Geräte grosser Hersteller wie HP, Lenovo, Dell, Asus oder Acer, die standardmässig mit Windows 11 ausgeliefert werden. Nach Ansicht der Initiatoren sollten Käufer frei entscheiden können, welches Betriebssystem sie auf einem PC einsetzen, wie "Neowin" berichtet. Wer beispielsweise Linux verwenden möchte, bezahle derzeit trotzdem für eine Windows-Lizenz mit.

Refund4Freedom fordert deshalb eine transparentere Preisgestaltung sowie eine einfache Möglichkeit, auf die Windows-Lizenz zu verzichten und entsprechend weniger für die Hardware zu bezahlen. Alternativ sollen Hersteller unkomplizierte Rückerstattungen anbieten. Die Initiative empfiehlt Käufern wiederum, die Windows-Endbenutzer-Lizenzvereinbarung (EULA) bei der ersten Einrichtung nicht zu akzeptieren und sich unmittelbar an den jeweiligen Hersteller zu wenden. Für abgelehnte Anträge stellt die Organisation zudem eine Vorlage für Rückerstattungsforderungen zur Verfügung.


Die Verfahren unterscheiden sich laut Refund4Freedom je nach Hersteller deutlich. Lenovo und Acer sollen grundsätzlich Rückerstattungen ermöglichen, verlangen dafür jedoch die Einsendung des PCs an ein Servicecenter. Asus biete ebenfalls eine Rückzahlung an, sofern die EULA abgelehnt und der Hersteller innerhalb von 30 Tagen kontaktiert werde. Bei HP existiere laut der Initiative kein entsprechendes Verfahren. Dell wiederum sehe in seinen Bedingungen vor, dass Kunden das gesamte Gerät zurückgeben, wenn sie mit dem mitgelieferten Betriebssystem nicht einverstanden sind.

Die Kampagne hat ihren Ursprung in Italien und richtet sich bislang vor allem an Verbraucher innerhalb der EU. Ob und unter welchen Bedingungen eine Rückerstattung tatsächlich möglich ist, hängt deshalb auch von der jeweiligen nationalen Rechtslage ab. (sta)


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