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Schweizerische Post hat ihr E-Voting-System im Sommer 2026 erneut einem öffentlichen Intrusionstest unterzogen. Vom 6. bis 24. Juli konnten ethische Hacker eine mit dem Abstimmungssystem identische Testumgebung angreifen und darin den gesamten Prozess der Stimmabgabe simulieren.
Die Beteiligung fiel deutlich höher aus als im Vorjahr, wie die Post mitteilt. Insgesamt registrierte die Post Zugriffe von 5479 unterschiedlichen IP-Adressen aus 107 Ländern auf die Testinfrastruktur. 2025 waren es noch 2600 IP-Adressen aus 54 Ländern gewesen. Zusätzlich erhielten dieses Jahr 20 ausgewählte Sicherheitsforschende erweiterte Möglichkeiten, das System vertieft zu untersuchen.
Insgesamt gingen 85 Meldungen ein, von denen die Post sechs als Befunde bestätigte. Eine Schwachstelle wurde mit dem Schweregrad "hoch", eine weitere mit "mittel" und die übrigen mit "tief" eingestuft. Der als hoch eingestufte Befund hätte laut Post die Verfügbarkeit des Abstimmungsservers beeinträchtigen können, jedoch keinen Einfluss auf die Sicherheit bereits abgegebener Stimmen gehabt.
Kritische Schwachstellen wurden keine entdeckt. Für die gemeldeten und bestätigten Befunde zahlte die Post im Rahmen ihres Bug-Bounty-Programms insgesamt rund 38'000 Franken aus. Die Erkenntnisse sollen nun in die weitere Verbesserung des E-Voting-Systems einfliessen.
(mw)