Apple aktualisiert seine beiden Desktop-Rechner Mac Mini und Mac Studio. Die beiden Rechner lassen sich ab sofort bestellen. Die Auslieferung beginnt am 22. September, einzig der Mac Studio mit 512 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher folgt erst Ende Oktober. Den M6 und den M5 Ultra hat
Apple gleichzeitig als neue Chips für die beiden Geräte vorgestellt ("Swiss IT Magazine"
berichtete).
Der Mac Mini ist wahlweise mit M6 oder M5 Pro erhältlich. Zur Grundausstattung gehören 16 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher, gegen Aufpreis sind bis zu 32 GB möglich. Apple vergleicht das neue Modell mit dem bisherigen Mac Mini mit M4 und spricht von bis zu 40 Prozent mehr CPU-Leistung. Die Grafik soll doppelt so schnell arbeiten, KI-Aufgaben bis zu viermal schneller erledigt werden.
Der M6 bietet 12 CPU- und 12 GPU-Kerne, für höhere Anforderungen ist der M5 Pro vorgesehen. Er bringt es auf bis zu 18 CPU- und 20 GPU-Kerne, 64 GB Arbeitsspeicher und eine Speicherbandbreite von 307 GB/s. Beim M6 sind es 170 GB/s.
Bei den Anschlüssen richtet sich die Ausstattung nach dem gewählten Chip. Die M6-Version besitzt auf der Rückseite drei Thunderbolt-4-Anschlüsse, beim M5 Pro kommen stattdessen drei Thunderbolt-5-Anschlüsse zum Einsatz. Dazu gesellen sich bei beiden Ausführungen HDMI und Ethernet. Auf der Vorderseite sitzen zwei USB-C-Anschlüsse und die Kopfhörerbuchse. Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und 2,5-Gbit-Ethernet gehören ebenfalls zur Ausstattung, 10-Gbit-Ethernet ist gegen Aufpreis erhältlich. Über Thunderbolt 5 lassen sich mehrere Mac-mini-Systeme mit M5 Pro zu einem Rechencluster zusammenschliessen. Der Mac Mini mit M6 ist ab 899 Franken erhältlich, die Variante mit M5 Pro ab 1699 Franken.
Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra
Mehr Spielraum bietet der Mac Studio. In der Ausführung mit M5 Max sind bis zu 18 CPU- und 40 GPU-Kerne sowie 128 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher möglich. Mit dem M5 Ultra wächst die Ausstattung auf 36 CPU- und 80 GPU-Kerne und maximal 512 GB Arbeitsspeicher. Auch bei der Speicherbandbreite setzt sich das Spitzenmodell ab. Der M5 Max erreicht bis zu 614 GB/s, der M5 Ultra 1,2 TB/s.
Apple vergleicht den M5 Max mit dem M4 Max und kommt bei KI-Aufgaben auf die bis zu 3,9-fache Leistung. Beim M5 Ultra dient der M3 Ultra als Vergleich. Hier nennt der Hersteller die bis zu 4,3-fache KI- und die bis zu 1,8-fache Grafikleistung. Der maximale Arbeitsspeicher von 512 GB soll es zudem erlauben, auch grosse Sprachmodelle vollständig auf dem Mac auszuführen.
Überarbeitet wurden auch der interne Speicher und die Schnittstellen. Die SSD basiert neu auf PCIe 6 und soll laut
Apple bis zu doppelt so schnell sein. Thunderbolt 5 überträgt bis zu 120 Gbit/s, hinzu kommen Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Genlock über USB-C. Am Mac Studio lassen sich bis zu acht Bildschirme betreiben. Alternativ sind vier Studio Display XDR mit 5K-Auflösung und 120 Hz möglich. Für grössere Rechenaufgaben können mehrere Mac-Studio-Systeme über Thunderbolt 5 und RDMA zu einem Cluster gekoppelt werden. Auf beiden neuen Desktop-Macs läuft MacOS 27. Der Mac Studio mit M5 Max ist ab 2499 Franken erhältlich, für das Modell mit M5 Ultra verlangt Apple mindestens 5499 Franken.
(dow)