Während das Thema Rechenzentren deren Ressourcen-Management das ganze Land beschäftigen, diskutiert man ganz besonders im Kanton Schaffhausen derzeit heiss über den Bau von Data Centers. Denn in Beringen entsteht derzeit ein grosses Rechenzentrum, ein weiteres im selben Ort ist bereits in Planung und es soll auch schon Hinweise für die Planung eines weiteren Komplexes in Herblingen geben, wie in den "Schaffhauser Nachrichten"
zu lesen ist.
In seiner Sitzung vom Dienstag, 2. Juni hat der Schaffhauser Kantonsrat nun eine wegweisende Entscheidung getroffen und neue Regeln für den Bau weiterer Rechenzentren im Kanton definiert.
Das Geschäft ging von einer überparteilich organisierten Motion von Vertreterinnen und Vertreter von FDP, Grünen und SVP aus. Diese fordern, dass Rechenzentren ab einer kritischen Grösse mindestens die Hälfte ihrer Abwärme nutzen müssen, mindestens die Hälfte des Kühlwassers durch kreislauforientierte oder regenerative Methoden sichergestellt wird und dass das Datacenter "eine ortsübliche Wertschöpfungs- und Arbeitsplatzdichte aufweist".
Ohne Regulierung könne kaum sichergestellt werden, dass künftige Generationen vom Bau der Rechenzentren profitieren können, argumentierten die Motionäre. Die Gegner – vor allem Stimmen aus der FDP – verwiesen derweil darauf, dass es sich hierbei um staatliche Wirtschaftslenkung handle und die Motion Unsicherheiten für alle Akteure zur Folge habe.
Der Rat nahm die Motion bei zwei Enthaltungen mit 38 zu 17 Stimmen an.
(win)